#134 - Sy. Fragen zwischen Technik und Haltung
Shownotes
Sind es die passenden Fragen, die ein Beratungsgespräch wirksam machen oder entscheidet vielmehr die Haltung, aus der heraus eine Frage gestellt wird?
In dieser Folge spricht Jessica Fenzl mit Andrea Schlösser über Fragetechniken, Neutralität und die Verantwortung, die jede einzelne Frage in einem Beratungs- oder Coachingprozess mit sich bringt.
Andrea ist Lehrcoach und Supervisorin DGSv, Mediatorin BM®, Fachbuchautorin und Podcasterin. Seit vielen Jahren begleitet sie Coaches dabei, ihre Gesprächsführung zu verfeinern und Coachingprozesse wirksam zu gestalten. Gemeinsam tauchen Jessica und Andrea tief in die Frage ein, welche Wirkung Fragen entfalten können, welche Rolle die innere Haltung spielt und weshalb die beste Lieblingsfrage manchmal genau die 'falsche' sein kann.
Es bleibt nicht bei einer gemeinsamen Sichtweise. Andrea und Jessica diskutieren offen über Paraphrasieren, Prozesssteuerung und unterschiedliche Verständnisse systemischer Gesprächsführung. Gerade diese fachliche Kontroverse macht die Folge zu einer Einladung, die eigene Beratungshaltung kritisch zu hinterfragen und bewusster zu entscheiden, welche Fragen wann und mit welcher Intention gestellt werden. Hör unbedingt mal rein!
Mehr Infos zu Andrea: www.andrea-schloesser.de
Andreas Podcast: https://www.andrea-schloesser.de/podcast/
Zum Buch von Andrea Schlösser: https://www.amazon.de/dp/3527721576/ref=cm_sw_r_as_gl_api_gl_i_CMWDJQ0X41ZZZRD4EP0B?linkCode=ml1&tag=coaching07f-21&linkId=2af6b656d9fd40b248dc292d59666053
Mehr zur Arbeit von Jessica: www.flowpunkt.de Du möchtest mehr über systemische Fragetechniken lernen? Ab September 2026 beginnt bei flowpunkt eine neue Weiterbildungsrunde! Alle Infos dazu hier: https://site.flowpunkt.de/online_weiterbildung_systemische_beratung
Oder du buchst dir direkt ein Gespräch mit Jessica persönlich: https://calendly.com/flowpunkt/neues-meeting Einblick gibt es auch bei Instagram https://www.instagram.com/flowpunkt/
Mehr zur Arbeit von Teresa Grote: https://www.healingsoundsbyresa.de
Join the next level, Teresa und Jessica
Transkript anzeigen
00:00:02:
00:00:26: Hi, herzlich willkommen zu dieser neuen Podcast-Folge.
00:00:30: Du bist genau richtig hier wenn du tief an die systemischen Zusammenhänge eintauchen willst sie verstehen möchtest und Lust hast deine Beratungsgespräche mit diesem Podcast auf das nächste Level zu bringen.
00:00:41: Und bevor wir mit der Folge starten, möchten Jessica und ich ein großes Dankeschön aussprechen an all die Menschen, die bei unserem Podcast Geburtstags-Event live über Zoom dabei waren.
00:00:55: Das war so ein ganz, ganz schöner Abend!
00:00:59: Wir freuen uns bald auch Ausschnitte von diesem Abend hier in diesem Podcast zu teilen.
00:01:06: Heute geht es mit einer Interviewfolge weiter.
00:01:09: Jessica befindet sich im Interview mit Andrea Schlösser.
00:01:14: Andrea ist Lehrcoach und Supervisorin, unterstützt Coaches dabei qualitativ hochwertige Coaching-Prozesse zu führen damit sie von ihren Klienten und Klientinnen weiter empfohlen werden.
00:01:26: Und Sie isst Fachbuchautorin und Podcasterin!
00:01:30: Heute in dieser Podcastfolge dreht sich alles um das Thema Fragen, Haltung und welche Auswirkungen diese auf die Beratungs- bzw.
00:01:41: Coachingprozesse haben können, ganz viel Spaß mit dieser Folge!
00:01:46: Andrea ich freue mich so sehr dass du da bist und das wir heute die Chance haben hier im Podcast miteinander zu sprechen.
00:01:53: herzlich willkommen
00:01:55: Hallo liebe Jessica
00:01:58: Wir beide sprechen heute über eines deiner systemischen Herzensthemen.
00:02:04: Ich denke zumindest, dass es eins ist weil sonst hättest du wahrscheinlich kein Buch drüber geschrieben oder?
00:02:11: Ja definitiv!
00:02:12: Das Thema begleitet mich schon sehr lange.
00:02:16: Wie würdest du das in deinen eigenen Worten sagen?
00:02:19: was ist dir wichtig?
00:02:23: Insbesondere in meiner Rolle als Lehrcoach und Supervisorin geht es ja immer darum, qualitativ hochwertige Coaching-Prozesse zu führen damit wir mit den Menschen, mit denen wir arbeiten gute Ergebnisse erzielen.
00:02:34: Und als ich damals angefangen habe und es ja mittlerweile schon fast fünfzehn Jahre her, habe ich glaube ich einen typischen Fehler gemacht.
00:02:41: Den immer noch viele Coaches machen insbesondere die gerade früh aus der Ausbildung kommen.
00:02:45: Und zwar hab' ich mich ganz stark auf das Thema Methoden konzentriert weil ich dachte umso mehr Methoden ich habe um so besser werde ich coachen!
00:02:53: Und habe dann aber irgendwann feststellen müssen dass auch jede Methode einzigut allein von richtig guten Fragen lebt und habe mich dann immer mehr mit dem Thema Fragetechniken beschäftigt, weil ich auch in meinen eigenen Coachings gemerkt habe, das ich auch mit einigen Methoden ganz klar an Grenzen gestoßen bin.
00:03:13: Und dass die nicht das erfüllt haben was ich mir eigentlich erhofft hatte.
00:03:18: Ja, danke dass du das so präzise zusammenfährst.
00:03:22: Ich würde sagen ich habe gerade noch mal nachgerechnet.
00:03:25: ich mache das ganze seit sechzehn Jahren was heißt wir sind beide ungefähr gleich lang unterwegs.
00:03:32: leidenschaftlich Menschen in systemischem Denken auszubilden weiter zu bilden Du mit einem Schwerpunkt Coaching ich mit dem Schwerpunkten Beratung und Würdest du sagen, ist dir extrem wichtig in Bezug auf Frage-Techniken?
00:03:53: Ich glaube das Allerwichtigste ist dass oft gar nicht im Blick ist es richtig gute Fragen.
00:04:01: Nicht die Fragen sind, die wir in irgendeinem Fragenkatalog finden oder die super ja Fancy sind oder toll klingen besonders kreativ sind sondern dass die Fragen die besten sind, die mit der entsprechenden Haltung gestellt werden und vor allem die zu dem aktuellen Coaching-Prozess auch passen.
00:04:22: Und ich glaube das wird gerne in der Praxis auch anders gemacht.
00:04:27: Da wird oftmals auch so eine Lieblingsfrage gestellt und das ist auch so ne typische Falle, die wir haben.
00:04:33: Dass wenn wir Lieblungsfragen stellen dass die oftmals überhaupt nicht zu dem passen was der Klient oder die Klientin aktuell eigentlich gerade braucht sondern ich glaube die Frage Die führt natürlich irgendwo hin.
00:04:45: nur Ich mache mir mitunter dann Nicht die Gedanken Was ist die Frage hinter der frage Sondern stelle eher intuitiv ohne Struktur Ohne ein eigenes Konzept im Kopf Zu Haben So Ein Stück weit auch.
00:04:57: Oft war los dann so eine Frage, weil sie zum Beispiel Lieblingsfragen sind.
00:05:01: Und wundere mich dann, wieso wir im Prozess uns ein bisschen im Kreis drehen und nicht so richtig vorankommen?
00:05:08: Ja, ich nickel hier die ganze Zeit während du das sagst.
00:05:12: Für mich ist – und du hast das Wort grad selber schon gesagt – die Wunderfrage ein dafür wirklich prägnantes Beispiel!
00:05:21: Ich habe die irgendwann mal ganz beiseite gelegt und ich bin total großer Fan von der Arbeit von Steve de Chaser und so alles cool was er gemacht hat.
00:05:30: Aber mich hat die Wunderfrage teilweise so genervt, weil Menschen sie so random einfach irgendwann stellen und sich wundern.
00:05:39: Dass die Antworten, die Sie bekommen, nicht gewinnbringend sind für den Prozess wie du sagst?
00:05:48: Ich mag gerade die Höhrendin mal einladen zu überlegen was ist eigentlich deine Lieblingsfrage?
00:05:56: Ja also ich würde sagen ich habe mittlerweile gar nicht mehr unbedingt die Lieblingsfrage, sondern eher so Lieblungsmomente wo wiederum Fragen total gut passen.
00:06:06: Wenn ich jetzt aber noch mal ein bisschen in meinen Fragenreportag gucke finde ich wirklich diese Frage angenommen alles wäre möglich oder Scheitern wäre unmöglich Was würden Sie dann als Erstes tun?
00:06:21: Und das finde ich total schön.
00:06:22: Also sich einfach vorzustellen, alles wäre möglich.
00:06:24: Ich könnte alles tun und ich könnte alles erreichen.
00:06:27: Und was würde ich dann tun?
00:06:28: Was wäre mein erster Schritt?
00:06:30: Was wären dann anders?
00:06:32: Das eröffnet oftmals auch so ein Gespräch.
00:06:34: Wenn ich das frage an einer falschen Stelle, kann es passieren, dass ich zum Beispiel einen Emotionsprozess gerade unterbreche.
00:06:41: oder wenn ich jetzt die Frage stelle... Was würde Ihre Freundinnen womöglich Ihnen jetzt raten?
00:06:46: Dann ist es prinzipiell erst mal eine tolle Perspektivwechselfrage.
00:06:50: Nur die kann halt auch Distanz schaffen, wenn die Klientin zum Beispiel gerade im Erleben steckt.
00:06:55: und deswegen ist es so wichtig dass wir gucken was braucht die Kliente oder der Klient gerade.
00:07:00: Braucht mehr Klarheit, brauche Bewegung, brauchen mehr Verantwortung um dann zu gucken welche Frage passt dazu?
00:07:08: und das ist ein Prozess Schritt der häufig in der Praxis nicht gemacht wird
00:07:12: Absolut.
00:07:12: Du nennst das die Frage hinter der Frage?
00:07:16: Wie vermittelst du das, dass ich mir als beratende Person vorher überlegen darf mit welcher Intention stelle ich eine Frage?
00:07:28: Dazu gibt es ja mittlerweile einige ... Ich sag dazu mal ganz gerne so latente Steuerungsprogramme oder kleine gedankliche Modelle, die ich mir natürlich innerhalb meiner Coachingsitzung so hochladen kann.
00:07:40: Ich vergleiche das immer ganz gerne mit zum Computer, also wenn wir unseren Computer starten dann startet ja auch unten immer eine Task-Leiste und damit werden ja Programme hochgeladen auf die wir gegebenfalls dann halt auch zugreifen Und das sind auch so eine kleinen Hilfsmittel in unserer praktischen Arbeit, damit wir sehr gut erkennen können wann macht welche Frage Sinn.
00:08:03: Also es gibt die Fragetrebke, es gibt das Entscheidungsmodell.
00:08:06: Auch die logischen Ebenen zum Beispiel aus dem NLP sind sehr wertvolle Unterstützungs-Hilfegeber Um ganz gut zu wissen, wo steckt denn gerade die Klientin und welche Anschlussfrage macht?
00:08:21: Denn an der einen oder anderen Stelle sind völlig unabhängig ob die Frage zu meinen Lieblingsfragen gehört oder nicht.
00:08:30: Und ich glaube, wo wir uns total einig sind ist das Fragen unfassbar viel bewirken können.
00:08:37: Mir hat tatsächlich gerade am Wochenende jemand die Frage gestellt, Jessica was würdest du tun wenn du keine Angst hättest?
00:08:44: Das ist ja so'n bisschen wie deine Lieblingsfrage und mich hat sie ziemlich gefordert in die Frage weil ich so dachte wow da sind plötzlich Dinge in Gang gekommen von denen ich eigentlich grad gar nicht wollte dass sie kommen.
00:09:02: Ich hatte damit ein bisschen zu tun.
00:09:06: Und ich glaube, dass das total wertvoll ist, dass die Person, die mir diese Frage gestellt hat, dass aus einer sehr liebevollen und wertschätzenden Haltung herausgetan hat.
00:09:20: Du hast auch ganz viele gute Ideen zum Thema Haltung – was ist da so deine Einschätzung?
00:09:27: Ich glaube, dass viele Coaches denken das wenn ich nur die richtige Frage stelle.
00:09:31: Ich dann automatisch gut coache und mir gar nicht darüber im Klaren bin aus welcher inneren Haltung heraus ich diese frage stelle.
00:09:39: Und ich glaube ein ganz wichtiger Aspekt ist halt immer diese Neugierde zu behalten also wirklich neugierig auf die welt der anderen person zu sein ohne schon die ersten eigenen Lösungsideen zu haben oder schon selber zu glauben, was jetzt der nächste sinnvolle hilfreiche Schritt wäre.
00:09:56: Und ich glaube sich da immer wieder frei zu machen das habe ich viele Jahre auch in den Ausbildungen immer wieder gemerkt dass gerade die Neutralität für die meisten so unglaublich schwierig ist weil das ist ja nichts was wir kognitiv nicht verstehen.
00:10:09: also für alle macht es ja total Sinn, dass wir als Coaches andere dabei unterstützen ihre eigenen Lösungwege zu finden und wir sie lediglich dabei unterstützen, ihren Weg zu gehen.
00:10:21: Doch wenn wir dann in so einer Situation sind und ähnliche Erfahrungen im Gepäck haben oder eine Klientin oder einen Klienten hatten mit einem ähnlichen Problem, da sind wir einfach schnell dabei zu sagen ah ja okay ich weiß wie es gehen kann!
00:10:32: Ich habe da ne Lösung bei mir hat das und dass so funktioniert und das immer wieder nach hinten zu stellen immer wieder präsent zu sein immer wieder mit dem zu arbeiten was da ist insbesondere dann Wenn es auch schwierig wird, und ich finde es schwierig ist es ja oftmals dann für uns Coaches.
00:10:48: Wenn irgendjemand etwas sagt oder tut wo wir denken verstehe ich jetzt nicht oder kann man noch nicht machen.
00:10:54: also wo so der eigene Barstab die eigene Bewertung aktiviert wird Und wenn wir uns dann, glaube ich nicht mit so einer Haltung in so einen Coaching-Prozess setzen.
00:11:06: Wo wir sagen jede Person handelt erst mal aus ihrer aktuellen Sicht bestmöglich und ich unterstelle der Person erstmal eine positive Absicht und sage mir dann Ich verstehe es nicht!
00:11:20: Und noch habe ich keine Idee und ich gehe jetzt aber auf die Suche um besser zu verstehen wieso diese Person so handelt, so denkt, so tut.
00:11:31: Ich weiß es noch nicht.
00:11:33: Sie hat mir immer wieder geholfen und hilft mir heute immer noch, neugierig auf die Menschen zu sein, die mir einfach gegenüber sitzen auch wenn sie sich ganz anders verhalten oder anders denken oder andere Entscheidungen treffen als die, die ich machen würde.
00:11:47: Ja und ich glaube, dass wir uns ja auch immer wieder einig sind.
00:11:51: Dass diese Verhaltensweisen die vielleicht erstmal so komisch anmutten ja auch Lösungsversuche sind ja auch Ressourcen sind das jemand glaubt damit könnte man irgendwas in Bewegung halten irgendetwas sichtbar machen irgendwas wenden zum günstigen Und dann ja, das so schnell abzuwerben oder zu sagen, mach doch mal so.
00:12:20: Das würdigt natürlich auch die Leistung dahinter zu wenig.
00:12:25: Ja definitiv und ich glaube was auch noch mit eine wichtige Rolle spielt in dem Kontext ist dass ich glaube dass viele auch denken Fragen holen uns viel Information mit denen wir weiterarbeiten können und das stimmt auch zum großen Teil.
00:12:40: Doch Fragen steuern noch viel mehr die Aufmerksamkeit.
00:12:44: Und Aufmerksamkeit wiederum ändert das Denken von unserem Gegenüber!
00:12:50: Und Fragen sind deshalb halt nicht nur Informationswerkzeuge, sondern sie sind vor allem für uns Denkwerkzeug.
00:12:57: Und das auch mal aus dieser Perspektive zu betrachten und sich bewusst zu sein dass Fragen zum einen eine unheimliche hohe Macht haben ja also eine sehr große Macht Denn wir können ja eine Person mit einer Frage recht schnell in einen guten Zustand bringen.
00:13:11: Wir können jedoch auch – und du hast es ja gerade selber sehr schön beschrieben Mit der Frage Auch Menschen umbewusst in einen schlechten Zustand bringen.
00:13:19: Und ich finde, da wird auch noch mal extrem deutlich welche Verantwortung wir den Menschen gegenüber haben mit denen wir arbeiten.
00:13:28: und genau deswegen ist mir das auch in meinen Fort- und Weiterbildungen und auch in meinem Fragetechnikus immer so wichtig, auch genau dieses Thema Haltung und diesen Blick über den Tellerrand hinaus auch immer wieder ganz zentral zu thematisieren und weniger hundertzwanzig gute Coachingfragen mit auf den Weg zu geben.
00:13:49: Ich glaube, es gibt ja massenweise hundertzwanzig Coaching-Fragen oder auch andere Zahlen die da vorgesetzt werden.
00:13:59: In meinen Weiterbildungen gibt es so einen Slogan der heißt Stell keine Frage von der du glaubst die Antwort schon zu wissen weil wenn ich selber schon schneller im Denken bin als mein Gegenüber, dann hilft mir das ja auch nicht.
00:14:16: Sehr schön wenn ich mir so ein fertiges Bild mache, dann fühle ich mich sicher und kann mich daran festhalten.
00:14:24: aber für mich ist Coaching Beratung Therapie etwas was dem Gegenüber in erster Linie dienen darf.
00:14:31: Definitiv!
00:14:32: Und damit einhergehend ja auch die Frage, mache ich das gerade um dass ich als Coach mehr Klarheit bekomme?
00:14:39: Oder helfe ich meinem Klienten oder meiner Klientin dabei für sich selber mehr Klarkeit zu bekommen.
00:14:47: Absolut wichtig!
00:14:49: Wenn wir jetzt beide wissen wie wichtig die Haltung ist.
00:14:54: du sagst aber es gibt so eine Task-Leiste Was in welcher Reihenfolge oder was zuerst, wie bedingt sich Haltung und Technik?
00:15:05: Ich würde mal sagen also nicht die Frage selber entscheidet über die Wirkung sondern der Mensch, der sie stellt.
00:15:13: Und der Zeitpunkt wann sie gestellt wird.
00:15:15: das ist ja eigentlich der interessante Punkt.
00:15:18: Eine gute Frage kann in der falschen Situation halt völlig wirkungslos sein und eine einfache Frage kann im richtigen Moment aber den totalen Aha-Moment auslösen.
00:15:29: Und dann natürlich zu gucken, wo stehe ich denn gerade im Prozess?
00:15:34: Wo steht auch meine Klientin?
00:15:35: oder wo steht auch gerade aktuell mein Klient?
00:15:38: und kann ich schon die nächsten Schritt gehen?
00:15:39: oder muss ich vielleicht noch mal zurückgehen?
00:15:41: Brauche es eher mehr Tiefe weil wir besser verstehen müssen oder brauche es einfach Bewegung weil wir jetzt zum vierten Mal über das gleiche Thema reden?
00:15:48: brauchen wir mehr Zielorientierung, damit die Person auch wirklich ins Tun kommt.
00:15:53: Also mehr Praxistransfer oder liegt es womöglich auch an noch zu wenig wahrgenommen eine eigene Verantwortung für das eigentliche eigene Coaching-Thema?
00:16:02: Und das dürfen wir immer wieder ein Stück weit überprüfen.
00:16:05: und dann natürlich auf der Metaebene zu gucken was passiert gerade bei mir, was passiert womöglich gerade bei meinen Klienten oder meiner Klientin?
00:16:13: und die hundertzwanzig Coaching-Fragen zu stellen, das ist tatsächlich überhaupt gar kein Hexenwerk.
00:16:25: Nur zu wissen wann stelle ich welche Frage bestmöglich um auch den größten Hebel innerhalb einer Coachingsitzung zu haben?
00:16:34: Das ist das was viele Coaches erst anfangen nach ihrer Ausbildung oder Weiterbildung zu zu festigen, denn aus meinen Erfahrungen ist gerade das Thema Fragetechniken etwas was für mich viel zu wenig Stellenwert bekommt.
00:16:52: Es geht vielmehr immer um viele Methoden und diese Techniken und die Tools.
00:16:57: nur dass eigentlich Verständnis von Fragen fehlt mir einfach in vielen Ausbildungen die ich bislang kennengelernt habe.
00:17:03: auch wenn ich mir so die Agenda anschaue von Coaching-Ausbildung A B und C Da fehlt mir das einfach.
00:17:10: Und mein fragetechnischen Kurs geht zum Beispiel über sechs Wochen, also einfach noch mal um so ein Verständnis auch zu bekommen.
00:17:16: Das ist halt nicht einfach.
00:17:18: nur hier hast du tolle Fragen die ich dir jetzt am Anfang die in der Mitte und es sind tolle Reflektionsfragen und schon hast du ein super Coaching.
00:17:24: So funktioniert das halt einfach nicht.
00:17:26: Und das fehlt mir dass das oftmals einfach nicht in der Deutlichkeit auch kommuniziert wird nach außen.
00:17:35: Also ich kann sagen, in meiner Weiterbildung ist das anders.
00:17:38: Aber ich liebe das auch und finde Frage-Techniken sehr kraftvoll!
00:17:44: Du hast Macht voll gesagt so... Ich glaube beides.
00:17:49: Jetzt fragen sich die Höhrenden bestimmt ja Andrea und wie trainiere ich das?
00:17:55: oder wie finde ich denn den passenden Zeitpunkt für die passende Frage?
00:18:02: Wie kann man das dann
00:18:03: erlernen?!
00:18:05: Also, der gibt es natürlich verschiedene Wege-Mittelmöglichkeiten.
00:18:10: Also was ich immer gerne empfehle ist zum Beispiel sich ganz klassisch so ein Karteikartensystem nochmal zur Hand zu nehmen Und erst mal überhaupt so ein Bewusstsein zu schaffen.
00:18:22: Welche Frage ist denn eigentlich überhaupt welcher Fragetyp?
00:18:25: Also alleine da merke ich schon in der Praxis, das scheitert's!
00:18:28: Was is eine ressourceneurentierte Frage?
00:18:30: Was is ne zielorientierte
00:18:31: Frage?!
00:18:32: Was isne metaphorische Frage und wie kann ich die formulieren?
00:18:35: Ich muss einfach in der Lage sein als Coach aus meiner Sicht wenn ich ne Frage höre... ...die auch zu einem Fragetypen zuzuranen und nicht nur ist es ne offene Frage oder geschlossene Frage.
00:18:45: Das kann man einfach super trainieren.
00:18:47: auf der einen Seite schreibt man sich metaphorische Frage, hin auf der anderen Seite zum Beispiel eine Frage.
00:18:53: So!
00:18:54: Und dann gibt es auch so ganz einfache Stilmittel, die Coaches wunderbar in der Praxis sofort umsetzen können.
00:19:03: Zum Beispiel indem sie erst mal nie wieder Warum fragen?
00:19:06: Also warum ist einfach eine schöne Frage?
00:19:08: Die können wir komplett aus X aus unserem Sprachgebrauch im Coaching Alltag und wir ersetzen zum Beispiel die Warum-Frage immer mit der wesentlich Neutralerin wie Sofrage!
00:19:18: Wenn wir es richtig schön machen wollen, dann fragen Was sind so die Gründe dafür?
00:19:23: Oder was war die Motivation?
00:19:25: das Punkt, Punkt.
00:19:26: Ja also es gibt so kleine Sachen, die man super umsetzen kann.
00:19:31: auch ein ganz hilfreiches Ja, Tool also zum einen wird es zu den Gesprächstechniken zugeordnet.
00:19:39: Zu dem anderen aber auch zu den Fragetechnik sind z.B die typischen Paraphrasen ja?
00:19:45: Also habe ich richtig verstanden das!
00:19:47: Auch da merke ich immer wieder dass Coaches Schwierigkeiten haben das gehört in eigenen Worten wiederzugeben und da kann man im Alltag an allem üben.
00:19:56: Wir werden immer Wer vielleicht auch mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ab und zu unterwegs ist, ich wurde immer wieder ungewollte Zuhörerin fremder Telefonat da.
00:20:07: Ich wurde irgendwie immer wieder damit beschallt.
00:20:11: Da hört man ja auch nur so Fragmente.
00:20:13: die kann man wunderbar einfach nehmen und in eigenen Worten zusammenfassen und gedanklich in der Bahn nicht aussprechen aber gedanklig einfach paraphrasieren.
00:20:23: Ich kann ein Podcast hören, kann einfach mal pausieren, kann das gehört in eigenen Worten wiedergeben?
00:20:28: Ich kann auch einen Roman lesen oder das Coaching-Magazin völlig egal!
00:20:31: Das sind ganz viele Sachen die ich im Alltag üben kann um erstmal da mehr Sicherheit zu bekommen und dass ist auch erst einmal die Basis.
00:20:39: also wirklich gut in der Lage zu sein zu paraphrasiieren finde ich ganz wichtig immer mal wieder sicherzustellen sind wir hier beide noch auf dem gleichen Wissenstand?
00:20:47: laufen wir noch den gemeinsamen Weg?
00:20:49: Verstehen wir uns denn richtig, weil wir wissen ja, wie nutzen alle die gleichen Worte.
00:20:53: Haben aber komplett unterschiedliche Assoziationen dazu.
00:20:55: also das immer wieder zu überprüfen, die warum Frage komplett zu streichen und sich darin zu üben, zu wissen was ist das für eine Frage?
00:21:04: Und wohin führt die Frage?
00:21:05: Also welches Ziel hat eine metaphorische Frage?
00:21:09: Welches Ziel hatte eine paradoxe Frage
00:21:10: usw.?
00:21:12: Ich finde wenn man diese drei Dinge zunächst erst mal umsetzt hat man schon mal viel gekonnt und alles andere kommt dann letztendlich so step by step.
00:21:22: Und ich finde ja auch total wichtig, dass wir uns Feedback holen für unsere Gespräche und das wir Dinge aufzeichnen, transkribieren oder uns selber nochmal anhören whatever weil ich glaube ganz oft würden wir in der Rückschau sofort spüren ah okay hier ist mein Gegenüber irgendwie aus dem Kontakt gegangen.
00:21:47: Die Frage war zwar mega, aber irgendwie hat sie nicht so richtig angedockt und ich glaube dass wir das auch an der Gesprächsatmosphäre, an der Beziehungsrückmeldung relativ leicht selber erkennen könnten.
00:22:03: Definitiv!
00:22:04: Weil jede Frage transportiert Beziehung?
00:22:06: Das ist einfach so.
00:22:08: Und die Klientin spürt, bist du als Coach wirklich... An mir interessiert, ist dir das wirklich wichtig zu verstehen wieso ich diese Entscheidung getroffen oder nicht getroffen habe.
00:22:22: Will die mich jetzt irgendwo hinführen?
00:22:23: Wo sie es mich gerne hätte... Darf ich hier wirklich auch meinen eigenen Weg gehen?
00:22:28: Ist das völlig in Ordnung, meine Gedanken ungefiltert mitzuteilen oder habe ich bedenkt, dass ich bewertet werde.
00:22:36: Hat die Person der Code schon eine Lösung im Kopf oder darf ich hier ganz alleine mein Tempo gehen?
00:22:43: und ich glaube, dass deswegen auch Neutralität halt keine... keine Technik an sich ist, sondern die Neutralität zeigt sich einfach in der Beziehung und in dem auch letztendlich natürlich auch in unseren Fragen.
00:22:59: Und es genau das was du gerade glaube ich auch meintest.
00:23:01: Ich würde dir total gerne eine Frage stellen und zwar wie groß ist deine Lust heute hier in unserem Gespräch auch in die Kontroverse zu gehen?
00:23:14: Da!
00:23:17: Lass uns...
00:23:19: gar nicht so oft die Gelegenheit mit Superprofis auch wirklich mal in die Diskussion zu gehen.
00:23:26: Ich habe mir jetzt einen Punkt rausgesucht, als ich dir gerade so zugehört habe das du sagst Paraphrasieren ist total wichtig und ich bin mir sicher wir alle haben das schon einmal gehört und meine Haltung dazu ist dass ich sage Leute lasst das komplett weg weil wir können niemals Die Worte finden, die für das Gegenüber total in Übereinstimmungen Kurrenz sind.
00:23:54: Wir sagen ja in der systemischen Landschaft Verstehen ist eine Illusion.
00:24:00: Das heißt also, ich kann mein Gegenüber gar nicht verstehen.
00:24:04: Ich kann nur versuchen mich anzunähern und deswegen ist dieses Paraphrasieren etwas was wir uns vielleicht aus der Gesprächspsychotherapie nach Kai Rogers genommen haben.
00:24:17: aber meine Idee ist dass diese Sätze von habe ich sie da richtig verstanden Im Systemischen gibt es eigentlich gar kein richtig oder falsch, dass wir das komplett streichen sollten und einfach bei unserer Intuition und der nächsten hammergeilen Frage direkt bleiben sollten.
00:24:38: Ja sehr schön!
00:24:39: Da habe ich auch ganz viele Gedanken im Kopf.
00:24:42: Ich würde jetzt hier einfach mal so ein bisschen ungefiltert teilen.
00:24:45: also zum einen finde ist wichtig, das auch noch mal so ein bisschen zu unterteilen.
00:24:51: Und zwar für mich gibt es die Treppe.
00:24:53: Aktives Zuhören, paraphrasieren und spiegeln!
00:24:56: aktives zuhören, wirklich nur zuhörn.
00:24:58: lediglich das soziale Grunzen ist erlaubt.
00:25:01: Ich folge ihn ich bin bei ihm.
00:25:03: Paraphrasieren heißt, dass gehört in eigenen Worten wiederzugeben und da baue ich gerne den Eisberg mit ein und zwar eher tendenziell zahlen Datenfakten.
00:25:12: also wirklich nochmal das zu wiederholen.
00:25:15: liebe frau mülle habe ich richtig verstanden?
00:25:17: sie sind jetzt seit drei Monaten in dieser neuen abteilung.
00:25:20: seitdem gab es zwei neue vorgesetzte Und es gab jetzt ein neues Corporate Identity.
00:25:26: Das sollten sie umsetzen und in der letzten Teamsitzung ging es genau darum, also das nochmal so ein Stück weit chronologisch nachzuvollziehen und zu sagen ja genauso ist es diese drei Monaten da.
00:25:38: Es gab innerhalb dieser Zeit zwei unterschiedliche Vorgesetzte und es gab jetzt dieses Corporate Identity.
00:25:45: Und es gab diese Teamsitzung, um einfach das nochmal für mich selber zu sortieren, zu sagen okay so ist es!
00:25:51: Ich habe tatsächlich mit unter die Erfahrung gemacht dass dann kam... Nee nee, das waren keine drei Monate sondern vielleicht drei Wochen weil ich das anders verstanden habe.
00:26:00: oder das war nicht zwei Vorgesetze sondern vielleicht auch mal drei Vorgesetzte oder so war es ja eigentlich auch nicht.
00:26:05: Weil durch dieses Paraphrasieren, also in dem Moment wo die Person das noch mal hört hat sie selber die Möglichkeit das nochmal durch ihr System laufen zu lassen und zu prüfen ist es eigentlich so oder ist es so eigentlich nicht?
00:26:18: Und es passiert finde ich gar nicht so selten dass sich denn Klientinnen und Klienten noch einmal korrigieren, umdeuten oder nochmal konkretisieren.
00:26:29: Und für mich ist das tatsächlich schon auch ein Klierungsprozess, mit dem ich sowohl den Klienten die Möglichkeit gebe mehr Klarheitstruktur zu bekommen zum anderen auch selber noch mal mich überprüfen kann.
00:26:43: und das finde ich so für mich entscheidend weil Für mich ist ein merkesatz nicht immer wieder sehr gerne weitergebe ist.
00:26:51: Die Frage, die wir stellen, bezieht sich immer auf das bereits geglaubt Verstandene.
00:26:57: Und wenn ich etwas falsch verstehe, dann stelle ich auch wie möglich die in Anführungszeichen falsche Frage.
00:27:04: und also das ist erstmal so ein Punkt, der mir gleich durch den Kopf gegangen ist.
00:27:07: und was ich auch noch mal finde ist verstehen heißt für mich ja auch nicht Ich muss damit auch Einverstanden sein sondern verstehen heißt einfach Anspruch, alles eins zu eins zu verstehen in Form von ich bin ja jetzt sage immer gerne Frau Müller.
00:27:29: Ich bin jetzt die Frau Mülla sondern damit versuchen herzustellen dass es eine sehr enge oder einen sehr engen Abgleich zwischen den zwei wahrgenommen Realitäten gibt.
00:27:42: Damit wir höchstmöglich sicherstellen können das wir beide Klientin und ich als Code von dem Gleichen sprechen.
00:27:52: Macht es Sinn für dich?
00:27:54: Ja, absolut!
00:27:55: Danke für deine Ausführungen und gleichzeitig überzeugt es mich nicht.
00:28:00: Also... Weil du sagst ist das so oder ist es so nicht dass das Gegenüber sich da auch nochmal prüfen kann?
00:28:10: Und ich denke mir so.
00:28:12: Es geht ja nicht darum ob es so ist oder nicht Sondern welche Bedeutung ich den ganzen gebe Und wohin ich den Aufmerksamkeitsfokus lenken möchte?
00:28:23: Welche guten Gründe ich dafür habe.
00:28:25: Das heißt, wenn Frau Müller sagt so was wie seit drei Monaten muss sich das ertragen und du würdest dann sowas sagen, ja, seit drei Monaten sind sie in dieser schwierigen Situation und sie sagt dann so etwas wie eigentlich sind es nur drei Wochen.
00:28:44: Dann ist ja die Frage welche Guten Gründe hat Frau Müller an der Stelle eine Übertreibung einzubauen oder das so zu überhöhen.
00:28:58: Und diese Phänomene dahinter, die interessieren mich persönlich viel mehr als dass ich Worte finde, die für mein Gegenüber passen.
00:29:08: Weil ich so oft das Gefühl habe, dass Leute dann eben sagen ja nie so ist es auch nicht, nee in nicht ganz und dann geht's so unfassbar viel Zeit verloren, dass man sich einigt wie es nun gemeint ist.
00:29:25: Dann die Frage stellen, so sie betonen drei Monate.
00:29:29: Was bedeutet dieser Zeitraum für Sie?
00:29:33: Ja also ich finde beides kann sehr gut funktionieren denn das was du nämlich gerade beschrieben hast ist ja ein Ergebnis aus der Paraphrase.
00:29:43: Also hätte ich die Paraphrasen nicht gestellt zu sagen ah das waren irgendwie drei Jahre.
00:29:47: und dann sagt sie ne es waren drei Monate Und es ist genau das, was ich gerade von dir verstanden habe.
00:29:52: Dass du dann sagst, man ist ja total spannend, wieso da vielleicht eine Übertreibung stattgefunden hat?
00:29:57: Aber das bekomme ich nur raus, wenn ich das auf diesen Weg mache und gleichzeitig kann aber auch diese Abkürzung ein guter Weg sein.
00:30:06: Ich würde gar nicht sagen, dass eine ist besser als das andere, sondern die sind beide möglicherweise erfolgsversprechen je nachdem, was sich grade will.
00:30:16: Und natürlich haben wir immer Mimik GSD-Körpersprache etwas, was noch mal sehr viel Informationen uns über Klienten gibt.
00:30:24: Das ist noch total wichtig und gleichzeitig dürfen wir auch uns da so ein Stück weit... auch ausprobieren in diesem Kontext.
00:30:34: Wir dürfen durchaus mal diesen Weg gehen und wir dürfen auch mal diesen weggehen, da sind wir dann wieder bei dem was du vorhin gesagt hast, bei unserer Intuition.
00:30:43: also wo zieht es mich gerade eher hin?
00:30:45: Glaube ich dass ist nochmal wichtig.
00:30:46: ist das wirklich nochmal zu klären noch einmal auf den Punkt zu bringen um das zu konkretisieren um dann nochmal nachzuhaken um zum Beispiel so eine Belativierung über Treibungen für allgemeinerungen aufzudecken.
00:31:00: Oder kann ich da jetzt einfach schon direkt reingehen und das ansprechen, womit ich gerade vielleicht in Resonanz gegangen bin?
00:31:08: Ja Andrea danke dass du nochmal das systemische Beides hier rein holst oder sowohl als auch.
00:31:17: Da bin ich voll bei dir weil mir geht es gar nicht darum was ist besser oder schlechter, sondern ich glaube die Prämisse ist ja immer was es für unser Gegenüber passend.
00:31:28: Ich finde halt nur diese Idee von wenn ich Dinge gut paraphrasieren kann dann läuft mein Gespräch besser.
00:31:36: das ist so eine Wirklichkeitskonstruktion die ich infrage stellen möchte.
00:31:41: und der Punkt wo du sagst Menschen dürfen so ihren Style finden und auch gucken, wie viel Paraphrasieren möchte ich.
00:31:51: Und wo kann ich es vielleicht auch mal weglassen?
00:31:54: So den Menschen auch diesen Mut zu machen!
00:31:58: Das ist mir immer wieder ein Anliegen weil ich glaube du hast deinen unnachahmlichen Stil und ich habe meinen unnachtahmlichen Stil Coaching-Beratung lernen.
00:32:12: Die dürfen das etablieren, dass sie genau dieses Mischungsverhältnis nehmen.
00:32:18: so wie du hast glaube ich gerade einen Kaffee getrunken.
00:32:21: Ich trinke hier gerade den Kaffees.
00:32:24: Wie viel Milch wir beide da rein machen oder auch gar keine oder so Das hat einfach ja auch was mit unserer persönlichen Vorliebe zu tun
00:32:33: Definitiv und gleichzeitig braucht es aber die Übung, ich sage jetzt mal können dieser Gesprächstechnik- und Fragetechnik um sie dann auch individuell einsetzen zu können.
00:32:44: Und da schließt sich für mich so ein bisschen der Kreis wo du vorhin gefragt hast was kann man ja nicht tun?
00:32:49: Wo kann ich denn jetzt ansetzen?
00:32:51: und ich kann ja auch nur gut paraphrasieren wenn ich auch gut parapfrasieren kann.
00:32:57: Das braucht ein bisschen Übung, weil meine Erfahrung zeigt.
00:33:00: Dass es nicht für alle einfach wirklich leicht ist das Gehörte von drei, vier, fünf Minuten in eigenen Worten wiederzugeben dass es so prägnant ist und dass es nicht eins zu eins alles wiederholt ist sondern die Essenz daraus zu ziehen um dann idealerweise einen Ja zu bekommen ja so ist es oder auch ein Nein und dann sagen okay dann habe ich's noch nicht gut verstanden.
00:33:24: wie ist es denn liebe Frau Müller?
00:33:26: Und dann habe ich letztendlich wieder diese Brücke zu dem Gespräch gebaut.
00:33:32: Ich würde da ganz kurz Pablo Picasso noch mal in unser Gespräch reinholen, weil der ist irgendwann berühmt geworden dadurch dass er Tierfiguren mit nur einem Strich gezeichnet hat und vorher zwanzig Jahre irgendwelche Stillleben-und Landschaften und so gemalt hat.
00:33:52: Und vielleicht ist das für mich gerade so selbstverständlich, dass ich die ganze Zeit in meinem Kopf parafrasiere.
00:34:00: Dass ich quasi nur den Teil weglasse wo ich das nochmal ausspreche aber dieses mitbekommen, wo sind wir hier gerade?
00:34:10: So was wie das innere Navigationssystem anzuhaben und zu wissen okay da sind wir grad hier dran vorbeigekommen.
00:34:19: Da ist dieses Gebäude so dass ich denke ich glaube ich mache das paraphrasieren aber Sprech es dann nicht mehr aus, weil ich für mich die Essenz raushole und die transportiere in der nächsten systemischen Frage.
00:34:35: Und dann merke ich ja ob meine Frage anschlussfähig ist oder nicht?
00:34:39: Wenn sie nicht anschlusswehig wirkt in dem Moment, dann ist klar mein eigenes Paraphrasieren hat irgendwo eine Lücke
00:34:50: Ja!
00:34:52: Das kann ich natürlich auch ein paar Mal machen nur wenn der Klient oder die Klientin sich wiederholt, nicht richtig gut verstanden fühlt oder die Fragen eher häufiger zur Irritation fühlen.
00:35:06: Dann kann das auch passieren dass ich damit so eine KlientInnen oder einen Klienten auf ein Stück weit verliere.
00:35:11: und diese Gefahr sehe ich definitiv.
00:35:14: und daher gebe ich eher immer gerne die Hilfestellung, dass immer mal wieder ja also jetzt hinweg jeden zehnten Satz um Gottes Willen Aber immer mal wieder auch in einer Coaching-Syptom-Coaching-Prozess, das abzuprüfen und gegen zu prüfen.
00:35:29: Und ich finde gerade um das vielleicht noch so ein bisschen zu verdeutlichen ... Bei der Zielfindung ist es ja oft auch das ähnliche Phänomen, dass ja auch viele Glauben sehr schnell verstanden zu haben worum es hier im Coaching-Prozess eigentlich gehen soll.
00:35:44: Und dann hat man einige Sitzungen und merkt denn oh irgendwie drehen wir uns im Kreis, irgendwie gibt's hier keine Bewegung!
00:35:50: Dann wird nochmal aufs Ziel geschaut und dann wird noch mal deutlich... Was war eigentlich das Ziel hinter dem Ziel?
00:35:58: Man hat mit einem Symptom-Ziel gearbeitet, aber nicht mit dem Kernziel.
00:36:03: Weil man sich da auch gar nicht die Mühe gemacht hat noch mal wirklich in die tiefen Strukturen einzutrauen um zu schauen worum geht es denn wirklich.
00:36:12: und ich finde, dass ist so ähnlich mit diesen Paraphrasieren wenn ich halt zu schnell immer glaube alles zu verstehen dann kann das gut gehen.
00:36:19: Es kann halt aber auch mal schiefgehen vielleicht eine unpassende Fragestelle oder ... ja, eine Irritationauslöse, die da eher weniger hilfreich ist.
00:36:30: Wobei prinzipiell auch eine hilfreiche Intervention sein kann.
00:36:34: Dann kann es passieren, dass die Beziehungsebene einfach so ein bisschen darunter leidet.
00:36:39: Da muss man sich dann auch die Frage stellen, ist man bereit, dieses Risiko einzugehen?
00:36:43: Oder nicht!
00:36:44: Und das wiederum hat natürlich auch was mit der Erfahrung zu tun.
00:36:48: und ich glaube wir nach fünfzehn- sechzehn Jahren können ganz anders auf eine Situation schauen als vielleicht einige Zuhörer und Zuhöhrerinnen, die vielleicht gerade erst mit ihrer Kutschenausbildung oder einer Weiterbildung jetzt hier zuhören.
00:37:02: Und noch nicht den Erfahrungsschatz haben.
00:37:04: Ich finde es wichtig, dass es einfach so eine Basis gibt.
00:37:08: Ja?
00:37:09: Dazu gehört Paraphrasien, Spiegel, aktives Zuhören, Pausen aushalten, keine Warum-Fragen stellen usw.
00:37:16: Dann gibt's den nächsten Schritt.
00:37:20: Das ist vergleichbar wie ... Mit so einer Trainerausbildung.
00:37:23: Ich war in der Trainer-Ausbildung und da hat der Trainer damals zu uns gesagt, In den ersten Jahren bist du nur mit dem Thema beschäftigt also mit den Fragen, mit den Tools, mit die Techniken Und dann kriegst du erst den Blick auf die Gruppe.
00:37:38: Also dass du halt auch gruppendynamische Prozesse mitbekommst.
00:37:41: Schau es was passiert da eigentlich?
00:37:43: Was passiert halt nicht?
00:37:44: wo muss ich steuern?
00:37:45: Und das ist einfach nochmal der nächste Schritt für mich.
00:37:49: Ja, und ich möchte da jetzt auch gar nicht überheblich klingen.
00:37:53: Also ich leere das seit sechzehn Jahren... Ich habe mein erstes Beratungsgespräch in den Jahr zwei tausend drei geführt also mit systemischen Fragetechniken, dass ich vielleicht auch die ein oder andere Abkürzung nehme oder so ein echt gutes Gespür dafür habe wo ich auch eine abkürzung nehmen kann.
00:38:12: Das ist mir durchaus klar und ich finde es aber so wichtig auch nochmal zu sagen, ganz viel von dem was unser Handwerkszeug ist hat auch mit uns zu tun und du hast das vorhin auch schon gesagt.
00:38:28: aber für mich es eines der wichtigsten Bausteine in diesem Prozess egal wo die zuhörende Person jetzt steht sich immer wieder selber zu reflektieren.
00:38:39: Und sich auch zu fragen wo paraphrasier ich lieber noch ein zweites oder siebzehntes mal um mich sicher zu fühlen, damit sich mein Gegenüber wohlfühlt und lächelt.
00:38:51: Und damit es nett ist!
00:38:54: Und wo stelle ich mich wirklich auch in den Dienst für Pertobation?
00:38:58: Für Verstörung?
00:38:59: Für Irritation?
00:39:01: Zu sagen so... Also wer mit mir arbeitet der darf auch davon ausgehen dass das jetzt keine Bootsfahrt wird am Sonntag Nachmittag sondern dass das auch manchmal eher eine Achterbahnfahrt ist.
00:39:15: Ja Aber wenn ich ehrlich bin, hat das bei mir wirklich lange gedauert.
00:39:20: Das hat einige Jahre gedauern, dass ich mutiger geworden bin und getraut habe, Dinge anzusprechen, die ich gefühlt habe, wo ich mir auch die eigene Erlaubnis gegeben habe auf Fragen zu stellen, die am Anfang nicht gestellt habe.
00:39:37: Weil mir einfach noch so viel ... Die Prozessstruktur, die war noch nicht so richtig verinnerlicht.
00:39:44: Ich hatte auch noch nicht die ganzen Fragen alle parat und ich war auch noch in den Interventionen so sicher.
00:39:50: Stille hat mich zum Beispiel irritiert.
00:39:53: oder wenn da Emotionen hochgekommen sind dann wusste ich nicht so wirklich was mache ich jetzt?
00:39:58: Also da hatte ich noch so viele andere Sachen im Korb dass ich deswegen sage das war für mich auch erst der nächste Schritt.
00:40:04: ja natürlich wären wir schneller.
00:40:07: Natürlich hören wir viel mehr zwischen den Zeilen, aber das habe ich am Anfang nicht gemacht.
00:40:12: Da habe ich wirklich nur das gehört was da auch gesagt wurde und habe eigentlich dass alles so mitschwingend auch meine Resonanzen nicht wahrgenommen.
00:40:21: Ich habe keine Übertragungen gegen Übertragen genommen, ich hab keine Spiegelphänomene
00:40:25: wahrgenommen.".
00:40:26: Das war einfach überhaupt gar nicht da, weil ich war so mit mir mit den Sechzig Minuten Zeit ... Mit dem Sitzungsziel mehr oder weniger hatte ich auch nicht immer so beschäftigt, dass ich viel einfacher noch gar nicht im Blick hatte.
00:40:42: Und ich glaube das ... Das total wertvoll ist, dass du das so offenteilst.
00:40:48: Weil die Menschen, die hier zuhören sind auf ganz unterschiedlichen Entwicklungsständen und ich glaube, dass wir mit unserer systemischen Haltung – da schließt sich für mich wieder ein Kreis – sowieso ganz oft einen Unterschied machen, der einen Unterschied macht.
00:41:07: Und wenn wir überhaupt Fragen stellen
00:41:10: ...
00:41:11: Dann ist das schon so viel mehr als an vielen anderen Stellen.
00:41:16: Ich habe ja auch eine Zeit lang in der sozialen Arbeit gearbeitet, wo Menschen in Beratungsstellen gehen und dann hören, sie müssen das nur mal so machen?
00:41:25: Ja ich erkläre Ihnen jetzt mal wie Sie das machen!
00:41:28: So geht aber das für Ihre Situation und ich denke jede Person die mehr Fragen stellt, als Antworten zu dropen.
00:41:40: Die ist doch sowieso schon ein Geschenk für diese
00:41:43: Welt.".
00:41:45: Ja?
00:41:46: Und gleichzeitig finde ich aber auch gerade so eine ... Weil du grade gesagt hast Beratungsstellen haben natürlich auch total ihre Berechtigung, Krisenintervention stellen weil wir im Coaching gehen ja erst mal davon aus dass die Menschen mit denen wir arbeiten A, natürlich gesund sind und B ja auch Zugriff auf ihre Ressourcen haben.
00:42:03: Und es gibt einfach Lebenssituationen da haben die Menschen keine Zugriffe auf ihre ressourcen weil sie halt einfach wirklich in so einer Schockstarre sich befinden.
00:42:11: und dann finde ich gerade sowas auch wiederum total wertvoll dass es da jemanden gibt der einen so gefühlt an die Hand nimmt und sagt so jetzt machen Sie a und wenn sie a gemacht haben dann machen sie b und nach b kommt c und den kriegen die so ein Fahrplan.
00:42:26: Ich glaube, das ist ja auch etwas, was uns als Coaches von den Beratern unterscheidet.
00:42:32: Das wiederum macht es für den Markt so herausfordernd und schwierig, weil es gibt ja Coaches die Coachen, es gibt Coaches die Berate, es gibts Berater nicht beraten!
00:42:40: Es gibt Berater die Coaching... Und oftmals ist überhaupt gar nicht klar, was darf ich denn jetzt von dem Coach Schreger Berater-Schreger-Therapeut-Schreger XY eigentlich erwarten?
00:42:51: Welche Arbeits- und Haltungsweise steckt denn dahinter.
00:42:55: Ich finde deswegen ist es auch so wichtig dass wir das gut kommunizieren wie wir unsere Arbeit verstehen damit die Menschen genau das, ich sage dazu mal gerne Format auswählen können, was sie gerade brauchen.
00:43:12: Ich sag mal auf den Markt die Herausforderung, dass sich ja viele Coaches nennen.
00:43:16: Die haben ja mit Coaching eigentlich überhaupt nichts zu tun also wie Ernährungscoaches.
00:43:20: Also die fragen mich nicht liebe Frau Schlösser.
00:43:22: was glauben sie könnte ihnen helfen zwei Kilo abzunehmen?
00:43:25: welche Lebensmittel sind da womöglich mehr geeignet oder nicht?
00:43:27: weil die sagen wahrscheinlich weniger Zucker essen auf Kohlenhydrate achten und viel Gemüse und Ballaststoffe essen.
00:43:33: das ist eher eine typische Beratung.
00:43:36: oder wenn ich Schwierigkeiten Pubertärin im Sohn habe, dann macht es ja auch total Sinn.
00:43:43: Vielleicht nicht die Frage zu hören.
00:43:45: Ja Frau Schlösser was glauben Sie?
00:43:46: Wäre denn jetzt hilfreich um die Beziehung zu verbessern?
00:43:49: Wenn ich da schon geführt alles ausprobiert habe, ist das natürlich total hilfrei vielleicht auch Hintergrundinformationen zu bekommen.
00:43:56: Was passiert denn da eigentlich im Gehirn wenn Kinder und Jugendliche pubertär sind?
00:44:02: Was ist da eigentlich auch umwie wichtig?
00:44:03: wie können wir gut begleiten also mir da auch eine gewisse Expertise einzukaufen, ein zu fordern so ein Stück weit.
00:44:11: Und für uns ist das die Herausforderung auch wenn wir eine gewisse Expertise zu einigen Themen haben, die aber trotzdem für uns zu behalten, wenn sie halt nicht aktiv eingefordert wird oder wir dann so ein stückweit unseren Rollenhut ganz konkret benennen zu sagen ich wechsle jetzt hier vom Coaching in die Beratung und vermische nicht alle Formate, damit da einfach auch eine saubere Arbeit möglich ist.
00:44:37: Ja!
00:44:38: Und ich finde was jetzt an deinem Beitrag gerade total deutlich wird, dass ich eine ganz andere Idee habe von Beratungen als du.
00:44:48: Da fängt es schon an – da sitzen zwei Frauen, die wirklich lange unterwegs sind auf diesem Terrain.
00:44:57: Ich spreche hier im Podcast, wenn ich sage für systemisch Beratende – so heißt der Podcast.
00:45:04: Spreche ich von Prozessbegleitung.
00:45:07: Ich sprech' nicht von Fachberatung.
00:45:10: und diese Idee von Prozessberatungen die schwebt für mich über allem weil es ist total klar dass wenn ich irgendwo eine Information haben möchte dass ich auch eine Information bekomme.
00:45:28: Aber die Arbeit, die ich leere, die Ich selber tue, wo ich Menschen drin bestärke ist halt eher auch Informationen in Systemen zu erzeugen über systemische Fragetechniken
00:45:42: Genau.
00:45:43: Und du hast es ja gerade so schön angesprochen, dass das so wichtig ist auch über Begrifflichkeiten immer wieder zu reden und in unseren Vorgesprächen ganz klar mit Klienten, Klientinnen auch darüber in den Aussage zu gehen.
00:45:53: was können die von mir auch erwarten?
00:45:55: Was eben nicht, also da auch ganz transparent und klar zu sein und genau das halt auch so zu kommunizieren damit es im weiteren Verlauf nämlich keine Missverständnisse gibt Denn jeder kann unter Coaching was ist.
00:46:09: Es sind alles ungeschützte Begriffe wissen wir ja und deswegen gibt es ja auch so einen großen Interpretations Spielraum über die einzelnen Beratungs- und Begleitungsformate, dies einfach auf dem Markt gibt.
00:46:22: Genau deswegen finde ich auch so eine Gespräche total wichtig, damit auch jeder sich darüber selber Gedanken machen kann.
00:46:29: Wie verstehe ich denn meine Arbeit?
00:46:31: Wie will ich dann meinem Klienten oder meiner Klientin gegenüber treten?
00:46:34: Was kann ich leisten und was kann ich nicht leisten?
00:46:36: Wofür steh' ich und wofür stieg', auch nicht!
00:46:38: Und was ist mir wirklich auch
00:46:39: wichtig?!
00:46:40: Und mir auch über meine eigene Prägung auch Gedanken zu machen.
00:46:44: Denn je nach Schule habe ich einfach eine andere Arbeitsweise.
00:46:48: Ja also ein NLP arbeitet einfach anders als Systeme gar und wiederum anders als jemand, der Hypnotherapie im Hintergrund hat oder was es auch da irgendwie an verschiedensten Formen gibt.
00:47:01: Und das prägt uns!
00:47:02: Ich finde es ganz wichtig dass wir uns immer wieder das bewusst machen.
00:47:06: Was sind unsere latenten Steuerungsprogramme?
00:47:09: Was ist unsere Annahmen mit denen ich in einen Coaching gehe?
00:47:14: Das macht ja ein Unterschied ob ich sage Ich gehe davon aus, dass das System bedingt.
00:47:20: Bewege ich eins bewegt sich alles ist ja was anderes als wenn ich davon überhaupt gar nicht auskehe und eine ganz andere Grundannahme letztendlich habe.
00:47:27: Ja so und ich finde darüber darf auch noch viel mehr und viel häufiger auch gesprochen werden Und ich erlebe eher dieses Thema Haltung Manchmal ein bisschen gefühltes notwendiges Übel.
00:47:40: Da muss ich mir auch um wieder rüber Gedanken machen und ich glaube, dass es nicht so ankommt, dass das wirklich die absolute Basis ist.
00:47:47: Dass es kein nice to have ist sondern dass das absolute Fundament je der professionellen Arbeit ist.
00:47:54: Absolut!
00:47:55: Danke, dass du das nochmal so auf den Punkt bringst empfinde unser Gespräch als rasant.
00:48:03: Ich hab das Gefühl, wir haben hier jetzt in kurzer Zeit ganz wichtige Dinge gedroppt und die haben mich auch noch mal sehr ins Nachdenken gebracht.
00:48:13: Und das ist total wertvoll!
00:48:15: Ich finde sowieso immer dieses nachdenken über die eigene Arbeit.
00:48:19: Das ist für mich ein Hochgenuss.
00:48:21: Danke dafür Andrea.
00:48:24: Ja ich danke dir auch für den Austausch.
00:48:26: wenn du nochmal so auf unser Gesprächt drauf schaust Was ist dir noch wichtig, auch für die Höhrenden da zu lassen?
00:48:34: Ich glaube wirklich nochmal diesen Punkt sich selber nochmal vor Augen zu führen.
00:48:39: Mit welcher Haltung und mit welchen Annahmen gehe ich tagtäglich in meine Coachings und welche Auswirkungen hat das auf den gesamten Coaching-Prozess?
00:48:51: Wow!
00:48:51: Ich habe mir gerade aufgeschrieben, ohne Witz das ich zum Thema Annahmen demnächst mal eine Podcastfolge mache.
00:48:57: Wenn ich das so wertvoll finde was unterstelle ich den Menschen mit denen nicht arbeite?
00:49:05: Was unterstellte ich auch meinem Können und Wirken?
00:49:09: darf ich richtig Lust auch nochmal tiefer rein zu steigen.
00:49:14: Danke, dass du heute hier warst.
00:49:16: Alle Infos zu deinem Buch und zu deiner Arbeit gibt's in der Podcastbeschreibung.
00:49:23: Ansonsten findet man dich auch sehr leicht!
00:49:27: Vielen vielen Dank für das Gespräch.
00:49:30: Vielen dank
00:49:30: Jessica.
00:49:31: Ja, das war's mit der Folge.
00:49:33: Wenn du Fragen oder Anmerkungen hast dann schreib uns gerne eine Mail an erdbefrösche und teppichepfel-atweb.de Oder auf Instagram.
00:49:42: da findest Du zu der aktuellen Podcastfolge einen Instagram Post.
00:49:47: Was nimmst Du für Dich aus dieser Folge mit?
00:49:50: Check unbedingt die Show Notes zu dieser Podcastfolge aus.
00:49:55: Und in zwei Wochen geht es dann mit einer neuen Folge weiter, wir freuen uns wenn du dann wieder rein
00:50:00: hörst.
00:50:01: bis dahin!
00:50:02: Join the next level.
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