#136 - Systemische Beratung in 2 Ländern

Shownotes

In dieser Folge spricht Jessica Fenzl mit Marion Junge über das Leben und Arbeiten in zwei Ländern, über Perspektivwechsel als systemische Haltung und über die Frage, wie Zugehörigkeit entsteht.

Marion ist systemische Beraterin und arbeitet vor allem mit Paaren und Familien. Sie pendelt zwischen Hamburg und London, hat Sprachen studiert, viele Jahre als Lehrerin gearbeitet und berät heute fast ausschließlich auf Deutsch. Gemeinsam sprechen Jessica und Marion darüber, wie das Leben zwischen zwei Ländern den Blick verändert, was Marion gelebten Konstruktivismus nennt, und wie sich die eigene Perspektive über die Jahre wandelt. Es geht um die Angst vor Bewertung in einer fremden Umgebung, um Zugehörigkeit, die man sich sacht erspüren darf, und um die Übersetzungsarbeit, die jede Paar- und Familienberatung im Kern ausmacht. Marion sagt dabei einen Satz, der hängen bleibt: jedes Paar ist eigentlich interkulturell.

Du erfährst, weshalb Perspektivwechsel eine so kraftvolle systemische Grundhaltung ist, wie Veränderung Zeit braucht, um zur Heimat zu werden, und wie Neugier und Freude am Unterschied eine Beraterin tragen.

Eine Folge für alle, die selbst beraten und begleiten und die spüren, wie viel Bewegung im Blick über den eigenen Tellerrand steckt.

Komm in den flowspace, die Community für systemisch Beratende. Wir treffen uns jeden Dienstag um 19.30 Uhr im systemischen Wohnzimmer: https://site.flowpunkt.de/flowspace

Mehr über Marion Junge: www.systemische-beratung-junge.de oder per Mail an: info@systemische-beratung-junge.de

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Join the next level, Teresa und Jessica

Transkript anzeigen

00:00:02: Erdbeerfrische

00:00:10: und

00:00:11: Teppichempfel, der

00:00:16: Podcast

00:00:17: für systemisch Beratende

00:00:21: von Jessica Fenzel

00:00:23: und Theresa Grote.

00:00:26: Hi!

00:00:27: Eine neue Podcastfolge ist online.

00:00:28: so schön dass du wieder rein hörst.

00:00:30: Du bist genau richtig hier in diesem Podcast und du tief an die systemischen Zusammenhänge eintauchen willst.

00:00:36: Und Lust hast für dich aus diesen Folgen, welche – aus Solofolgen mit Jessica zu systemischen Inhalten-und Interview folgen, welchen wir Menschen einladen über ihr systemisches Herzensthema zu sprechen?

00:00:51: Ja, für deine Beratungsgespräche etwas mitnehmen kannst.

00:00:55: Und heute geht es auch mit einer Interviewfolge weiter, Jessica befindet sich heute in einem Gespräch mit Marion Junge und Marion ist systemische Beraterin für Paare, Familien- und Einzelpersonen und Heilpraktikerinnen für Psychotherapie Und sie beschreibt auf ihrer Website, dass sie Menschen auf Augenhöhe begegnet eine neutrale und lösungsorientierte Haltung einnimmt.

00:01:20: Und es ist wichtig das nicht auf das Problem geschaut wird sondern auf die Gesamtsituation um zur Lösung zu kommen.

00:01:28: Marion hat nach ihrem Studium der Anglistik und Slavistik als Lehrerin an einer Gesamtschule in Hamburg gearbeitet, hatte in der Vergangenheit vieljährige Aufenthalte in den USA, der Ukraine und Russland.

00:01:43: Und diese Aufenthalten haben ihre Sicht auf die Vielseitigkeit der Menschen geprägt – auch darum geht es heute in der Podcastfolge!

00:01:53: fühlt sich nicht nur in einem Land zu Hause, sondern in zwei und von dieser Erfahrung spricht sie heute in der Podcastfolge.

00:02:01: Viel Spaß!

00:02:03: Marian so schön dass ich heute im Podcast mit dir sprechen darf.

00:02:08: Ich habe mir sehr gewünscht das du meine Gesprächspartnerin bist weil ich in einem Instagram Post von dir gelesen habe Dass Du einen Arbeitsplatz mit Perspektivwechsel hast Und ich habe so gedacht, oh wow!

00:02:24: Das möchte ich auch.

00:02:26: Wie geht das?

00:02:28: Ja also ein Arbeitsplatz mit Perspektivwechsel bedeutet bei mir eben dass ich in zwei Städten wohne bzw eigentlich wohne ich hauptsächlich in London.

00:02:39: aber ich bin in Hamburg viele Jahre zivilisiert worden, sagen wir es mal so.

00:02:47: Und ich habe dort auch meinen Praxisraum und sozusagen mein Wirkungsfeld hauptsächlich.

00:02:59: Ich lebe aus privaten Gründen in London, aus familiären Gründen.

00:03:04: Spannend.

00:03:05: Also Hamburg und London zwei absolute Traumstädte, wie ich es finde... Wo treffe ich dich denn jetzt gerade an?

00:03:18: In London!

00:03:18: Du kannst hinter mir die Handwerker sehen, die am Haus des Nachbars irgendwie arbeiten.

00:03:28: Okay.

00:03:29: Genau

00:03:31: Cool.

00:03:32: Das heißt, heute geht die Verbindung hier direkt nach London und du hast geschrieben dass dein in zwei Städten Leben und Arbeiten auch einen Einfluss hat auf deine systemische Haltung?

00:03:49: Ja!

00:03:49: Das macht mich natürlich neugierig.

00:03:51: wie würdest du das für dich beschreiben?

00:03:56: Das ist eigentlich ganz lustig, weil ich da erst vor kurzem mal darüber nachgedacht hab.

00:04:03: Dass dieses in zwei Ländern leben oder wirken ja immer so mit sich bringen, dass man sozusagen wenn man in dem einen Land bestimmte Verhaltensweisen für ganz normal hält und sie einfach mit so geht.

00:04:20: Also das ist dann natürlich bei mir in London, Ich bin ja nun mal geprägt in Deutschland, dass ich Dinge, die ich hier ganz normal finde.

00:04:30: Dann wenn ich über den Teich geflogen oder bestenfalls mit dem Zug gefahren bin sofort... völlig anders bewertet.

00:04:39: Das heißt, es ist eigentlich so gelebter Konstruktivismus.

00:04:44: Einmal guckt man einfach von der einen Seite und denkt ja, so gehört sich das?

00:04:49: Und dann drei Stunden später trifft man in Deutschland ein und schaltet um und hat den Blick nochmal anders auf bestimmte Dinge.

00:04:59: also ganz klischem wie sich jetzt mal die rote Ampel Wir hier in London eigentlich möglichst ignorieren und in Deutschland ja irgendwie ganz streng befolgt wird als sehr klischemisig vielleicht.

00:05:16: Ja, mir ist auch zuerst Verkehr eingefallen, dass ich so dachte zumindest links rum rechnen und das ist... auch so ein großer Unterschied.

00:05:27: Und gleichzeitig frage ich mich jetzt natürlich, wie kriegst du das in dir dann gut hin zu merken?

00:05:34: Bin ich an der Elbe oder bin ich am Temse?

00:05:39: Was rufe ich aus meinem eigenen Konstrukt

00:05:42: ab?".

00:05:43: Ja, es ist eine gute Frage!

00:05:47: Weil ich gemerkt habe, dass sich das mit den Jahren verändert und auch in meiner Gefühlswelt.

00:05:53: Am Anfang meiner Zeit, in der ich in London gelebt habe und nach Hamburg

00:05:59: bin,

00:06:01: hab' ich gemerkt dass es ein ganz großer Unterschied ist wie man sich zum Beispiel auf der Straße bewegt oder auch im Laden.

00:06:11: Und wie man sie verhält!

00:06:12: Ich hab für eine Zeit sehr gehadert mit meinem Heimatland weil ich immer das Gefühl hatte oh Gott ich mach was falsch.

00:06:21: Ich habe jetzt diese Flasche hier aus Versehen nicht in den richtigen Pfandcontainer geworfen.

00:06:28: Ich muss mich so anstrengen, alles richtig zu

00:06:31: machen.".

00:06:31: Das war mein Gefühl nach ungefähr einem Jahr London weil hier hat man den Eindruck jeder kann machen wie er will und wir bleiben einfach alle freundlich miteinander.

00:06:44: Und insofern war da ein ganz starkes Gefühl einen Unterschied der mich fast ein bisschen negativ auf mein Heimatland schauen ließ.

00:06:56: Dann aber habe ich gemerkt, es verändert sich auch wieder und ich merke mittlerweile dass ich meine Perspektive aus mir heraus auf die beiden Länder wieder neu sehe und irgendwie auch verstehen kann besser warum die einen so und die anderen sich so verhalten.

00:07:14: und ich pass mich einfach an In England gehe ich über die rote Ampel und in Deutschland mache ich's nicht.

00:07:20: Ja, und das heißt also du würdest sagen du warst auch mit so einer Angst vor Bewertung konfrontiert.

00:07:28: Also was ist wenn ich jetzt hier das nicht genau so mache wie man das macht?

00:07:35: Was ich früher nicht empfunden habe als ich sozusagen immer in Deutschland lebte aber im Vergleich kam es dann tatsächlich für eine Zeit ganz stark auf hat sich wieder relativiert.

00:07:51: Ja, okay.

00:07:52: Ich meine das ist ja jetzt echt fast ein bisschen zu offensichtlich.

00:07:58: Je nachdem in welcher Stunde ich bin zeige ich andere Verhaltensweisen.

00:08:03: Das denke ich trau mich gar nicht den Profis die hier zuhören zu sagen aber so...ich glaube dass wenn du das so fühlst in deinem ganzen Körper In deinem Ganzen erleben so dann hat es doch schon auch einen echten Impact oder?

00:08:21: Das glaube ich auch.

00:08:22: Mir geht es auch ähnlich wie dir, dass ich das schon fast ein bisschen cheesy finde, das sozusagen in diesem Zusammenhang systemische Arbeit und so zu bringen.

00:08:32: aber vielleicht ist es auch tatsächlich einfach so.

00:08:34: Und wenn ich das sagen darf, ich find's auch ganz spannend zu erleben wer mich anfragt Es scheint tatsächlich so zu sein, ohne dass ich das jetzt so unbedingt beabsichtigt habe.

00:08:53: Dass sehr viele Anfragen von Menschen kommen die in einem ähnlichen Kontext aufgewachsen sind oder auch leben also diese beiden Seiten bespielen müssen des Leben oder zwei Länder oder auch Paare aus verschiedenen Ländern kommen aus verschiedenen Kulturen und es hat mir so ein bisschen gezeigt wie wichtig uns offensichtlich schon ist, auf dieser Ebene über die man dann gar nicht unbedingt so spricht verstanden zu werden.

00:09:25: Ich kann das total nachvollziehen weil ich habe auch vor Kurzem zum Beispiel mit einer queeren Beraterin gesprochen und sie sagt zu mir kommen halt ganz viele Menschen die sich selber als Queer bezeichnen wobei Sie da so das Gefühl haben so ich verstehe sie dann.

00:09:45: Und diese ja vielleicht Perspektivwechsel, vielleicht etwas defizitorientierter ausgedrückt dieser Spagat zwischen zwei Ländern oder auch zwei Städten.

00:10:02: Das ist ja erstmal so ein Ankerpunkt von naja du hast das auch schon mal erlebt und du kannst es irgendwie in dir abbilden.

00:10:10: Ja und gleichzeitig Kann ich aber auch wiederum sagen, am Ende wenn man dann... Ich arbeite ja tatsächlich viel mit Paaren und mit Familien.

00:10:21: Löst sich das aber auf der anderen Seite wieder komplett auf weil man könnte auch sagen jedes Paar ist eigentlich interkulturell, weil jeder einzelne irgendwie auch aus seiner Mikrokultur kommt und es dann darum geht oft in meiner Arbeit Übersetzungsarbeit zu leisten.

00:10:43: Zu schauen, wo ist denn... Wo hakt's denn?

00:10:46: Wo versteht ihr nicht einander?

00:10:49: und dann ist es im Prinzip schon wieder ganz egal ob der eine aus Japan oder der andere aus England oder wie auch immer kommt.

00:10:59: Ja, und ich finde es spannend dass du jetzt Japan sagst weil ich mich gerade so gefragt habe.

00:11:04: Es gibt viele Menschen die ich kenne die sagen würden auf die Frage wo kommst du her?

00:11:10: Würden sie sagen aus Europa.

00:11:13: Weil dieses wir müssen ja vielleicht gar nicht trennen zwischen Deutschland und Österreich und Frankreich oder so.

00:11:21: Wir sind halt EuropäerInnen.

00:11:23: Wenn man mit Menschen spricht, die auf Bali leben oder so dann ist vielleicht das einzelne Land auch nicht so relevant.

00:11:32: Würdest du sagen dass du auch so ein europäisches Herz in dir wahrnimmst?

00:11:39: Oder ist es wirklich sowas wie Deutschland und Großbritannien?

00:11:45: Gar nicht!

00:11:46: Also ich glaube, ich bin wirklich durch und durch eine Europäerin.

00:11:50: Ich habe auch schon mein USA gelebt und hab schon meinen Herz in Europa.

00:11:55: aber ich habe interessanterweise immer wieder Paare wo ein Teil aus Asien kommt.

00:12:01: Deswegen habe ich es glaube ich gerade auch gesagt und das sind – das muss man ehrlicherweise sagen – immer Paare die sehr Polyglot sind.

00:12:10: Also da hat der eine dann schon dargelebt und da usw.

00:12:13: Deswegen ist es auch nicht vielleicht so klar zu sagen, ob jetzt ein rein japanisch... also ich mag sowieso nicht in den Kategorien sprechen.

00:12:26: Aber letztendlich was die Arbeit mit Familien oder Paaren betrifft Es geht ja dann am Ende wirklich um das, was in den Menschen passiert und was sie bewegt.

00:12:37: Und was Sie fühlen – natürlich bringen Sie Ihre Kultur und wie Sie aufgewachsen sind mit!

00:12:47: Aber wenn wir dann in die Übersetzungsarbeit gehen und wenn wir Perspektivwechsel versuchen… Dann ist es im Prinzip egal ob Japan, Großbritannien, Russland or whatever...

00:13:03: Ja, ich finde das spannend.

00:13:06: Manchmal auch so merke, dass ich so Redewendungen habe oder auch so Überzeugungen die schon auch tatsächlich eher was mit meinem Bundesland zu tun haben.

00:13:19: Also ich verorte mich in Norddeutschland und das ich manchmal so das Gefühl habe wenn in meinen Weiterbildungsrunden jemand dabei ist aus Baden-Württemberg zum Beispiel oder so, dass es selbst da schon regionale Unterschiede Und ich so denke, ich selber versuche da ganz wach zu sein und nicht eben meine Ideen von wie die Welt funktioniert überzustülpen.

00:13:48: Wie würdest du sagen hast du dir diese Feinfühligkeit angeeignet?

00:13:54: Also das ist ein gutes Stichwort.

00:13:55: was du gerade bringst war ich nämlich lange in Hamburg gelebt habe aber tatsächlich aus Baden-Württemberg komme.

00:14:05: Ja, vielleicht ist es tatsächlich... Auch das klingt vielleicht ein bisschen cheesy.

00:14:09: Aber ich glaube, ich habe schon als kleines Kind eine ganz große Neugier auf andere Länder gehabt, ja auch Sprachen studiert und so.

00:14:16: Und ich glaube es ist bei mir tatsächlich die Faszination für das Fremde.

00:14:23: also sozusagen ein liebevoller Blick auf egal ob es Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz oder Hamburg isst.

00:14:31: und ne ganz große Freude und Neugie erst mal!

00:14:35: Natürlich ist es auch so, dass ich Unterschiede nicht immer nur willkommen heißen kann.

00:14:41: Ich bin ja nicht Gott!

00:14:43: Aber ich glaube vielleicht ist das was sich einfach für mich bewahrt habe.

00:14:53: wie gesagt ich hab russisch studiert und englisch bin schon früh ganz stark in dieses sprachliche gegangen und fand es immer faszinierend, wie andere Menschen andere Dinge ausdrücken.

00:15:11: Und vielleicht ist das so ein bisschen wo wir gerade darüber sprechen meine Brücke auch ob jetzt die Sprachsprache oder sozusagen die Kultursprache einfach ganz viel Neugede und Freude am Unterschied ist glaube ich das was mich was mich trägt dabei oder was mir hilft.

00:15:30: Ja und du sagst, du hast Sprachen studiert und warst viel unterwegs in der Welt.

00:15:38: so und jetzt machst du systemische Beratung mit Paaren und Familien?

00:15:45: So wie bist du da gelandet?

00:15:48: Ja also an wirrer Weg ein bisschen!

00:15:51: Also ich habe Sprache studiert noch zu Zeiten wo man einen Magister gemacht hat.

00:15:56: Ich bin dann quer eingestiegen als Lehrerin, habe fünfzehn Jahre als Lehrerin gearbeitet und viel immer wieder Elternarbeit gemacht, Personalverantwortung gehabt.

00:16:10: Und hab irgendwann gemerkt dass mich das so fasziniert.

00:16:13: ich bin einfach so neugierig finde es einfach so spannend.

00:16:18: Beziehungsarbeit was passiert zwischen den Menschen?

00:16:25: aus dem Schuldienst heraus die systemische Ausbildung gemacht, weil ich es einfach besser können wollte und wissen wollte wer mir Ideen gibt wie man auch Konflikte besser moderieren und lösen kann.

00:16:40: Und da bin ich dann so rein geraten sage ich mal Und dann hat es sich eben ergeben aufgrund im Prinzip des Berufes meines Partners, der immer wieder Länder wechselt.

00:16:53: Dass ich gedacht habe das ist für mich eigentlich eine sehr gute Möglichkeit dieses Steckenpferd zu meinem Beruf zu machen so ungefähr.

00:17:03: Weil du auch Onlineberatung anbiete und da letztendlich auch von überall auf der Welt mit deinen Kunden und Kundinnen in Kontakt sein kannst?

00:17:13: Genau!

00:17:15: Und darf ich dich fragen, in welcher Stadt du deine systemische Weiterbildung gemacht hast?

00:17:20: In Hamburg.

00:17:26: Ich habe gerade so gedacht, du betonst so deinen Neugier und ich glaube das ist ja eine der wichtigsten systemischen Grundhaltungen ist, auch neugierig zu bleiben und denken so ja da schwing ich sofort mit.

00:17:41: Ich weiß nicht wie andere das machen?

00:17:44: Ich kann da mal ganz neugirig rein fragen, wahrnehmen spüren... Und was du auch gesagt hast wo?

00:17:54: ich denke dass hat mich schon immer fasziniert dieses

00:17:57: Was

00:17:58: zwischen den Menschen Nicht was ist in einer Person los und was läuft da schief, sondern was ist dazwischen?

00:18:07: Und ich so denke... Inwiefern beschäftigst du dich auch mit dem Dazwischem wenn es um Hamburg und London geht.

00:18:18: Ja also ich denke letztendlich ist ja für mich, also ich bin sozusagen das Medium.

00:18:26: Dass dann zwischen den beiden Welten sich bewegt und letztendlich ist es natürlich mein Blick jeweils auf diese Unterschiede oder auch das was die beiden Orte verbindet Und ich hatte ja auch am Anfang davon gesprochen, wie sich mein Verhältnis zu dieser Verhältnismäßigkeit verändert hat im Laufe der Zeit.

00:18:57: Wenn man da jetzt so eine Analogie zur systemischen Betrachtung vielleicht nehmen möchte, dann könnte ich da im Prinzip noch mal einen anderen Aspekt einbringen und nämlich den inwieweit ich gelernt habe, dass es Zeit braucht bestimmte Prozesse.

00:19:22: zu akzeptieren.

00:19:23: Das heißt, wenn ich am Anfang meiner Zeit – ich habe auch schon mal in Brüssel ein paar Jahre gelebt und dann wieder zurück usw.

00:19:32: Und es ist immer so dass sich verändert meine Perspektive auf die jeweils andere Stadt oder Welt oder wie auch immer sich im Laufe der Zeit verändert.

00:19:44: Ich glaube dieses Vertrauen darin, ohne das ich da bewusst was tue Vielleicht, dass dazwischen auch verändert ist für mich zum Beispiel eine ganz wichtige Erkenntnis in meiner Arbeit mit meinen Klientinnen.

00:20:02: Weil ich zum Beispiel weiß das Veränderung sich am Anfang ganz furchtbar anfühlen kann und auch schmerzhaft und kaum möglich... Das aber über einen gewissen Zeitraum etwas passiert, das dazu führt dass diese Veränderung plötzlich möglich ist und auch zur Heimat werden.

00:20:28: Und wenn wir jetzt noch mal auf diese beiden Länder gucken kann also genauso wie ich wenn ich neu in ein Land komme und dort versuche Heimat draus zu machen dann dauert es.

00:20:39: Das kann nicht drehen und wenden wie ich will.

00:20:42: Also mittlerweile meine Erfahrung.

00:20:44: eigentlich brauche ich zwei Jahre bis ich sagen kann, jetzt bin ich hier zu Hause.

00:20:51: Ja also vielleicht ein bisschen sehr um die Ecke.

00:20:54: jetzt gerade, die Antwort auf deine Frage aber das ist mir jetzt dazu eingefallen.

00:21:00: Danke, dass du das teilst.

00:21:02: Ich glaube, es ist genau das Spannende, dass wir hier im Podcast mal um die Ecke denken können und dass die hörenden Personen sowieso damit machen was sie wollen.

00:21:13: Das ist halt dein Gedankenangebot!

00:21:16: Und das mag sich jemand schnappen oder vielleicht auch nicht?

00:21:21: Du hast gerade gesagt das Thema Sprache dann bin ich da erstmal abgebogen.

00:21:27: aber machst du deine systemische Beratung in verschiedenen Sprachen?

00:21:32: Nee, ich berate eigentlich fast ausschließlich auf Deutsch.

00:21:39: Ich werbe hier auch gar nicht für meine Arbeit.

00:21:42: also ich bin hier aber ich werbe nicht dafür.

00:21:45: es ist aber trotzdem so dass Menschen die hier leben auf meiner Internetseite stoßen Also das sind meistens Deutsche oder zumindest mit einem Teil Deutsch Und genau dieses Konstrukt dann vorfinden, nämlich dass sie einen Menschen haben der versteht wie es ist in einem anderen Land zu leben und so weiter.

00:22:07: Ich arbeite... ich habe ein Paar wo es manchmal hilfreich ist Englisch zu sprechen weil ein Teil des Paares sozusagen englisch sprachig ist aber auch sehr gut deutsch spricht.

00:22:18: Aber ich will nicht sagen, dass ich mich ganz bewusst dagegen entschieden habe.

00:22:22: Aber ich merke schon, das es schon sehr gut ist in der Muttersprache zu beraten.

00:22:31: Das kann ich schon sagen.

00:22:32: Ich meine, ich habe Englisch studiert und viele Jahre in englischsprachigen Ländern gelebt.

00:22:38: Und ich behaupte jetzt, dass sich das ganz gut kann!

00:22:42: Aber es ist doch dann etwas... Da hab' ich auch Respekt

00:22:47: vor.".

00:22:48: Ich beobachte das bei mir so und das erkundige ich auch immer noch mal wieder neu, sodass wenn ich Englisch spreche in Beratungsgesprächen, dass sich wie ein ganz kleines bisschen jemand anderes bin.

00:23:01: Vielleicht auch weil dann bei mir eine Unsicherheit dazukommt und weil ich vielleicht ne Nuance aufgeregter bin als wenn ich quasi die Sprache spreche, die ich immer spreche... Wie würdest du sagen, welchen Einfluss hat das auf deine Beraterinnunpersönlichkeit?

00:23:21: Welche Sprache du sprichst.

00:23:24: Also dieses Phänomen, dass du gerade beschreibst, das kenne ich sehr gut und finde auch, dass es an manchen Stellen im Leben sogar sehr hilfreich sein kann wenn man mal ein bisschen anders sein darf oder wenn man in so eine andere Rolle schlüpfen kann.

00:23:38: wie gesagt Ich habe es ja auch noch nicht oft gemacht Und wenn es so ist dann geht es mir tatsächlich so dass ich das Gefühl habe, ich kann nicht genau genug sprechen.

00:23:53: Obwohl ich wie gesagt wirklich gut Englisch spreche und das führt dazu, dass ich auch dann eher vielleicht nicht so eine gute Arbeit leisten kann als wenn ich es in meiner Muttersprache mache.

00:24:08: Das ist mein Gefühl – das kann sein, dass das nicht stimmt aber Ja, das hat bisher sozusagen meine Entscheidung bestimmt so zu halten.

00:24:18: Danke dir fürs Teilen!

00:24:19: Ich finde es einfach so spannend dass du dann quasi in London sitzt da ein Praxisraum hast Menschen zu dir kommen und du dann auf Deutsch präzt.

00:24:33: Das ist so genau.

00:24:35: Würdest du sagen, die Anliegen der Menschen unterscheiden sich je nachdem ob du in Hamburg oder in London sitzt?

00:24:44: Gute Frange eigentlich nicht.

00:24:47: Die Menschen kommen mit Anliegendie sich um ihre Beziehungen drehen was vielleicht sich schon durch ein Unterschied ist dass die Menschen hier in London sind Kontext doch immer diesen Spagat auch haben, dass ein Teil der Familie oder so in einem anderen Land lebt und das sie immer gleichzeitig damit auch dienen müssen.

00:25:18: Aber es ist eigentlich interessanterweise nie wirklich Gegenstand der Beratung.

00:25:25: Es ist einfach eine Tatsache die da ist.

00:25:30: Das heißt irgendwie herzenden Einfluss, aber irgendwie auch nicht.

00:25:35: Ja also wo wir gerade darüber sprechen es gibt schon ich habe auch schon das ist schon länger her mal mit einem Paar gearbeitet.

00:25:44: da ging es sehr stark auch um kulturelle Unterschiede zwischen einer britischen Familie oder deutschen Familie und dass das war letztendlich wahrscheinlich das Hauptanliegen um das es ging vordergründig zumindest Am Ende, wenn man dann an den Kern kommt.

00:26:03: Wie ich vorhin schon gesagt habe ist es dann doch letztendlich ganz stark eine sehr individuelle Geschichte.

00:26:12: Marion, wenn du noch mal wahrnimmst worüber wir so gesprochen haben und was du vielleicht auch dachtest wo rüber wir sprechen würden?

00:26:25: Was wäre dir noch wichtig zu platzieren?

00:26:29: Ja, also vielleicht fange ich mal so an.

00:26:32: Es ist ganz interessant dass das sozusagen deine Anfrage an mich bei mir ein etwas so ausgelöst hat nämlich ich tatsächlich bis bis dahin mir überhaupt kein einziges Mal Gedanken darüber gemacht hatte sozusagen eventuell die Besonderheit meiner Perspektive oder meiner Arbeit, die dieser zwei Länderperspektive ist.

00:27:06: Obwohl ich mal diesen Post irgendwann zwischendurch am Flughafen abgesetzt hatte und ich tatsächlich für mich nochmal so dachte es ist schon etwas Besonders, es ist auch etwas herausforderndes.

00:27:26: So ein Leben zu leben.

00:27:28: bei allem Glamour den manche Menschen dahinter vermuten hat das auch schon viel mit Zugehörigkeit zu tun und auch mit diesem Gefühl dass jemand wie ich die Ich würde mal sagen aus sehr geordneten Verhältnissen kommen, man nie irgendwie das Gefühl haben musste ausgeschlossen zu sein oder so.

00:27:55: Diese Erfahrung zu leben wo man erstmal eine Randfigur ist und sich erst mal irgendwo einbringen muss und seine Zugehörigkeit auch ein bisschen erkämpfen muss ganz sachte erspüren muss, was ist denn hier eigentlich normal oder nicht.

00:28:18: Dass das alles Themen sind die ich persönlich aber auch vielleicht andere Menschen sowohl in Deutschland als auch hier und überall die eben zwischen zwei Welten so sich aufhalten dass sie ganz schön fordern sind und dass dieses Thema Zugehörigkeit dass ich auch selber immer wieder erlebe, wenn ich wo neu hinkomme.

00:28:45: Wirklich ein ganz zentrales Thema ist das mir aber nicht so bewusst war.

00:28:53: Ich finde das so spannend, weil ich mich immer mal wieder auch mit dem Thema Marketing beschäftige.

00:28:59: Und Kunden und Kundinnengewinnungen und so.

00:29:02: Ich weiß nicht wie es bei dir ist, wie sehr die Menschen so zufliegen?

00:29:07: Und ich habe eben diesen Post gesehen.

00:29:10: da hattest du ein Bild, das war in der Mitte geteilt.

00:29:13: auf der einen Seite hat man dich im regnerischen Hamburg gesehen irgendwie mit Kapuze oder so was

00:29:21: Schneid war sogar

00:29:22: Schneid!

00:29:24: Und auf der anderen Hälfte des Bildes hast du geschrieben, hier bin ich in London oder so.

00:29:31: Mich hat dieses Bild halt so krass gekickt.

00:29:34: also das war... dass sich so dachte wow das könnte die Frau sein, die mich versteht aus einer Kundinnenperspektive und habe so gedacht dir schreiben.

00:29:51: Das war so ein Sog und ich glaube, dass viele Menschen halt immer so glauben, ich muss möglichst breit aufgestellt sein!

00:30:03: Ich muss möglichst alles anbieten.

00:30:05: Ich kann mit Paaren, mit Einzelpersonen, mit Kindern, mit Familien und so... Und in dem Fall war das einfach so, dass dieser Post für mich so spitzpositioniert war, dass ich irgendwie so dachte Das war so wie ein lautes Ausatmen von, da kann ich mich reinfallen lassen und wenn ich eine Beratung suchen würde zu meinem Thema von, fühle mich manchmal in Deutschland nicht ganz zu Hause.

00:30:32: Ich habe das Gefühl es zieht mich weg und ich muss irgendwie noch mal.

00:30:37: dann hab ich gedacht, dann würde ich zu dir in die Beratungen kommen.

00:30:42: ob du mich als Kunde nehmen würdest?

00:30:44: Das weiß ich jetzt natürlich nicht!

00:30:47: Aber ich finde das schön, dass du sagst.

00:30:48: Ich hatte das gar nicht so auf dem Schirm und so oft können andere Menschen so leicht sehen was an uns vielleicht auch dieses Besondere ist.

00:30:58: oder das USP Und wir selber haben eher so diese Schwierigkeit, uns zu positionieren.

00:31:08: Das finde ich grad an meiner eigenen Reaktion so spannend.

00:31:12: Du sagst so ach am Flughafen hab' ich noch mal so ein Post gemacht und ich würde sagen dieser Post hat mein Leben verändert!

00:31:22: Ist sehr viel Verantwortung.

00:31:23: Ja aber weißt du das?

00:31:28: Das hat mich wirklich in dem Moment so krass abgeholt.

00:31:33: Interessant, wie gesagt es war tatsächlich völlig unschuldig.

00:31:37: ich glaube ich habe sogar nur gemacht weil ich es so spannend fand dass das in Deutschland geschneit hat und ich kein Schnee gesehen hatte bis zu dem Zeitpunkt und es ja dieses Jahr wirklich viel Schnee in Hamburg zumindest gab und genau.

00:31:51: also völlig unskuldig aber ist ja auch das vielleicht, was wiederum um den Bogen da noch mal hinzukriegen.

00:31:59: Was immer wieder mein Leben auch ausmacht dass ich gar nicht so plane und ganz klar sage und ich will jetzt im Ausland leben Und ich will dies und das weil das mein großes Ziel ist sondern auch Dinge mehr zu mir kommen als ich zu denen

00:32:20: Und dafür braucht man ja auch irgendwie eine besondere Qualität.

00:32:24: Auch vielleicht so ein Vertrauen oder so eine Hingabe, wo würdest du sagen, wo hast du das her?

00:32:33: Gute Frage!

00:32:35: Also ich bin in einer großen Familie aufgewachsen, wo man schon manchmal gucken musste, wo Mann bleibt und wo es glaube ich auch viel Vertrauen gab.

00:32:46: Du machst das schon.

00:32:49: Das könnte sein, dass das ein bisschen daherkommt und ich habe einfach auch tatsächlich viel Glück gehabt.

00:32:56: Dass das was ich so reingetaumelt bin oft einfach auch gut geklappt hat.

00:33:08: Und jetzt ist es zumindest in meinem Kopf so, wenn ich mich da gerade nochmal anbinde.

00:33:12: Dass ich denke, das ist so viel Aufwand allein diese Reisezeit dann unterwegs zu sein irgendwie zu wissen was brauche ich wo?

00:33:22: Irgendwie braucht man vielleicht auch sowas wie zwei Steuernummern oder zwei irgendwas oder... Ich kenne mich ja nicht aus.

00:33:30: aber Allein dass darüber nachdenken, stresst mich schon weil ich so denke könnte ich das überhaupt durchblicken.

00:33:37: So für Menschen die uns jetzt zuhören und so denke ich würde auch total gerne in zwei Städten beraten sowas was kannst du diese menschen mitgeben?

00:33:47: also da wäre sicherlich einmal die Antwort, dass ich auch manche Dinge akzeptiere, die ich nicht ganz verstehe.

00:33:57: Ich kann ganz ehrlich sagen, ich versteh heute noch nicht genau wie mein Visum wirklich eigentlich geartet ist.

00:34:03: Es funktioniert aber – ich kann aber auch sagen das da sehr viel Arbeit dahinter steckt und ich glaube es ist sicherlich gut nicht zu denken, alles von Anfang an sofort bewältigt und verstanden hat, also auch ganz an diesen behördlichen Sachen.

00:34:24: Und dass es einfach gut ist zu sagen ich mache eins nach dem anderen und wenn ich jeden Tag ein kleines kleines Schrittchen von all diesen vielen Dingen die man dazu erledigen hat mache irgendwann komme ich dann an und da ist vielleicht tatsächlich fällt mir darauf einen Aspekt den ich wirklich hier von den Menschen, die ich hier kenne und kennengelernt habe gelernt habe das nicht immer alles perfekt sein muss.

00:34:56: Und dass man sich auch mal so ein bisschen durchwursteln kann und es sich...die Dinge sich schon irgendwie fügen.

00:35:04: Also natürlich nicht ein Visum!

00:35:06: Das ist klar aber dieses nicht sofort den ganzen Berg bewältigen müssen, sondern zu sagen ich kriege es hin Schrittchen für Schrittchen.

00:35:17: Ich würde sagen das ist schon eine Qualität die mir die meiner britischen Seele sag' ich mal so eher näher kommt als meinem deutschen.

00:35:27: Es muss alles immer sofort komplett und verstanden und durchdrungen sein.

00:35:33: Also ein bisschen Glauben daran an einen Prozess Und dass es schon irgendwie alle sich irgendwie am Ende aus geht, wie der Österreicher glaube ich sagt.

00:35:45: Also das was ich für mich mitnehme ist dass du gesagt hast irgendwo anzukommen braucht Zeit und das haben wir auch in Veränderungsprozessen in der Beratung dieses Thema.

00:35:57: manchmal dürfen die Dinge auch Zeit bekommen Dann vielleicht auch dieses, es geht nicht alles auf einmal.

00:36:06: Wenn ich quasi zwischen Hamburg und London pendle dann kann ich nicht immer meinen kompletten Besitz mitnehmen und mein ganzes Hab und Gut sondern ich darf mich auch sozusagen immer auf das Beschränken was ich jetzt gerade im Koffer habe?

00:36:23: Ja!

00:36:25: Und vor allen Dingen auch diese Neugier sich sowohl im eigenen Land als auch im anderen Land immer wieder zu fragen, wie läuft das eigentlich hier?

00:36:37: Wie könnte man das eigentlich noch sehen.

00:36:40: Interessant!

00:36:42: Ja absolut.

00:36:45: Also ich könnte vielleicht noch ein kleines Beispiel genau dazu bringen, also eher aus meinen privaten.

00:36:52: Ich gehe...also ich singe leidenschaftlich gerne und wo immer ich lebe, gehe ich als erstes in Chor.

00:36:58: Und damit habe auch immer gleich Freunde!

00:37:03: Es ist super spannend für mich gewesen nachdem ich lange in Hamburg im Chor war, nach London zu kommen hier in Chord zu gehen.

00:37:13: absolut unterschiedlich mit Perfektion umgegangen wird, der Zufriedenheit darüber was man jetzt schon geschaffen hat oder nicht und das sind so Elemente und Momente wo ich sagen kann.

00:37:34: Ich kann da nur so unendlich profitieren und einfach sagen, das was ich hier im Chor lerne, das möchte ich gerne irgendwann wieder mitbringen nach Deutschland.

00:37:45: Und dass was ich aus Deutschland gelernt habe, konnte ich hier auch an mancher Stelle schon irgendwie zumindest für mich verankern.

00:37:54: Es ist immer bereichernd wenn ich offen dafür bin – Ich bin nicht immer offen aber wenn ich's bin!

00:38:03: Marian, ich danke dir so sehr für dieses Gespräch.

00:38:06: Für mich war das sehr bereichernd und schön, dass du da warst.

00:38:11: Danke, dass ich da sein durfte!

00:38:14: Ja, das war es mit der Folge und Jessica hat mir zu dieser Folge noch eine Sprachnachricht dargelassen in welcher sie beschreibt dass das Interview mit Marion, welches vor dem Sommer aufgezeichnet wurde.

00:38:26: Sie dazu inspiriert hat selbst einmal reinzufühlen wie es sein könnte an unterschiedlichen Orten zu leben und zu arbeiten.

00:38:34: Und Jessica hat Flow Space gerade aus Südtirol moderiert und eine Woche in Zürich verbracht, um dort einen Aufstellungstag zu hosten.

00:38:42: Und zwei Tage ein Teamworkshop zu gestalten.

00:38:46: Sie sagt dass es Faktoren gibt die vieles leichter machen wie zum Beispiel ein anderes Wetter als in Norddeutschland.

00:38:53: Eine andere Temperatur, eine andere Umgebung und gleichzeitig ist dieses Handling von mehreren Orten auch gar nicht so einfach weil bestimmte Faktor unvorhersehbar sind wie zum Beispiel eine Verlängerung der Reisezeit, ein unvorbereiteter Zoom-Hintergrund.

00:39:09: Eine Internetverbindung von der man vorher nicht genau weiß ob sie auch wirklich stabil genug ist oder Abläufe die plötzlich durcheinander geraten.

00:39:18: und Bei all dieser Bilanzierung überwiegt aber für sie auf jeden Fall das, was auch Marion im Interview gesagt hat.

00:39:26: Nämlich dass es für die systemische Haltung unfassbar schön sein kann immer mal wieder mit anderen Menschen in anderen Ländern, in anderen Kontexten und auch in anderen Dialekten wie zum Beispiel Schweizerdeutsch zu beraten und zu begleiten Weil es so wertvoll ist, um eine Haltung von Neugier und Nichtwissen immer wieder zu schulen und zu trainieren.

00:39:48: Und sich bewusstzumachen dass verstehen im systemischen Denk- und Handeln eher eine Illusion ist.

00:39:54: Es vielmehr um eine Annäherung an die Wirklichkeitskonstruktion unseresgegenübers geht.

00:40:01: Wie bei sovielem Leben gibt es auch hier vor und Nachteile.

00:40:07: Und Aspekte, die vieles leichter machen und Aspechte, die es auch irgendwie schwerer machen.

00:40:13: Wenn du bis hierhin die Podcastfolge gehört hast und Lust hast in dieses Thema mit einzusteigen dann melde ich doch super gerne bei Jessica per Mail.

00:40:23: Die Kontaktdaten von Jessica sind in den Show Notes verlinkt oder kommen in den Flow Space, der Systemischen Community vorbei.

00:40:31: Wo sich systemische Kolleginnen und Kollegen jeden Dienstag um neunzehn Uhr dreißig im systemischen Wohnzimmer treffen und genau über diese Dinge sprechen die du vielleicht schon längst verstanden hast und die auch bei zwei langjährigen Fachfrauen wie Marion und Jessica immer wieder neu und anders in den Blick genommen werden dürfen.

00:40:52: Schreib uns gerne eine Mail unter adbärfrösche und teppichäpfeladweb.de oder auf Instagram, unter Flowpunkt – wir freuen uns sehr auf den Austausch mit dir!

00:41:02: Check unbedingt die Show Notes zu dieser Podcastfolge aus.

00:41:07: Und in zwei Wochen geht es dann mit einer neuen Folge weiter.

00:41:11: Wir freuen uns

00:41:12: wenn du dann

00:41:12: wieder rein

00:41:13: hörst.

00:41:13: bis dahin.

00:41:15: Join the next level.

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