#139 -Systemisches Raumhalten: Intensität, Pausen und Integration

Shownotes

In dieser Folge sprechen Jessica Fenzl und Teresa Grote über Räume, die sich über mehrere Tage erstrecken, und darüber, was Retreats, Selbsterfahrung und Aufstellungswochenenden mit dem Nervensystem der Teilnehmenden und der raumhaltenden Person machen. Ausgangspunkt ist Teresas Erfahrung als Teilnehmerin eines viertägigen Retreats, nach dem ihr Körper deutlich überreizt war und in dem sie die Embodiment-Erkenntnisse der letzten Jahre noch einmal in neuer Intensität spürte.

Gemeinsam erkunden sie, wie ein Pendeln zwischen Vertrautem und Neuem, Pausen in ganz unterschiedlichen Formen und der Gedanke an ein Buffet Teilnehmenden helfen können, sich das zu nehmen, was ihnen dient. Dabei geht es um den Unterschied zwischen Erholung und Entspannung, um das Gefühl, etwas zu verpassen, um die Frage nach den eigenen Prioritäten und um Gregory Batesons Blick auf Verantwortung, die sich auf beide Seiten verteilt. Zum Schluss geben die beiden einen Einblick, wie ihre ganz persönliche Integration nach intensiven Tagen aussieht.

Du möchtest Aufstellungsarbeit in Präsenz erleben mit einer reflektierten Raumhalterin? Bei 'feel in and flow' vom 23.10-25.10.26 leitet Jessica gemeinsam mit Anne drei Aufstellungstage in Hamburg . Es gibt Raum für Aufstellungspraxis und Supervision, für alle, die Aufstellungen leiten oder ihre eigene Art der Aufstellungsleitung weiterentwickeln möchten. Du kannst als stellvertretende Person dabei sein oder ein eigenes Thema aufstellen. Alle Infos findest du hier: https://site.flowpunkt.de/offers/Ve987igk/checkout

Kommentiere gerne unseren Instagram-Post, wenn Du die Folge gehört hast: Was nimmst Du mit? Welche Fragen hast Du zur Folge? https://www.instagram.com/flowpunkt/

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Wir freuen uns auf den Dialog mit Dir! Wenn Du eine Mail schreiben möchtest, dann gerne an hello@flowpunkt.de

Join the next level, Teresa und Jessica

Transkript anzeigen

00:00:02: Hei, so schön dass du reinhörst zu dieser neuen Podcast-Folge.

00:00:32: Du bist hier bei Erdbeerfrische und Teppich-Appville genau richtig, wenn du tiefer in die systemischen Zusammenhänge eintauchen willst.

00:00:38: Sie verstehen möchtest – und du bekommst dir einen Mix aus Interviewfolgen, bei denen wir Menschen in den Podcast einladen über ihr Herzensthema verknüpft mit dem Systemischen zu sprechen und Solo folgen von Jessica, wo sie dich zu unterschiedlichen Themen, die Systemtheorie und auch persönliche Themen verknüpfen mit dem systemischen mitnimmt!

00:01:01: Und heute geht es mit einem Austausch zwischen Jessica und mir weiter.

00:01:08: Wir haben bereits zwei Podcast-Folgen gemeinsam aufgenommen,

00:01:13: ich

00:01:14: war in einem Selbsterfahrungsraum unterwegs und Jessica und ich sind im Vorfeld in den Austauscht darüber gegangen und haben uns gedacht dass dieser Austausche nützlich sein könnte.

00:01:27: Zum Thema, wie möchten wir Räume eröffnen?

00:01:32: Was hat das mit Embodiment zu tun.

00:01:35: Wie kann ein Raum gestaltet werden der für das Nervensystem der Teilnehmenden möglichst dienlich sein kann?

00:01:43: Und alles rund um das Thema Selbsterfahrung, einmal aus der Perspektive als Teilnehmerin und aber auch als Raumgebende Person.

00:01:53: Also vielleicht sind hier die ein oder anderen Impulse für dich dabei wenn du selbst Räume öffnest!

00:01:58: Ganz viel Spaß mit dieser Folge und hör gerne bis zum Ende – dort gibt es nochmal eine persönliche Einladung zu einem Event von Jessica.

00:02:13: Liebe Teresa, ich freue mich so sehr dass ich mal wieder das Vergnügen habe mit dir zu sprechen.

00:02:20: Du hast gerade ein aktuelles Thema was dich beschäftigt.

00:02:26: wir haben dazu ein paar Sprachnachrichten ausgetauscht und So gedacht, das interessiert doch bestimmt noch mehr Menschen als nur mich.

00:02:35: Lass uns doch mal öffentlich im Podcast darüber sprechen und ich freue mich sehr dass du da bist!

00:02:43: Danke für unseren Austausch auch schon per Sprachnachricht und jetzt in diesem Rahmen

00:02:50: ja.

00:02:51: Worüber würdest Du heute gerne sprechen?

00:02:54: Was beschäftigt Dich?

00:02:58: habe mich gefragt, nachdem ich einen Retreat an ein Retreat teilgenommen habe.

00:03:04: Für mich wie möchte ich Räume halten?

00:03:10: Eröffnen im Rahmen von Intensität in meinen Angeboten die ich zur Verfügung stelle über mehrere Tage.

00:03:17: Ich glaube das hat so ein Retweet oder wie man das auch immer nennt, über mehrere tage eh schon an sich, dass das eine intensivere Zeit ist als jetzt eine einzelne Sitzung.

00:03:29: Und aus der Erfahrung heraus als Teilnehmerin durfte ich für mich noch mal merken und auch hinterfragen wie möchte ich diese Räume gestalten?

00:03:39: Weil das ziemlich intensiver und ganz schön was mit meinem Körper gemacht hat und ich all die Erkenntnisse, die ich so zum Thema Embodiment in den letzten Jahren sammeln durfte nochmal so richtig heftig spüren durfte.

00:03:56: Ja, was hast du da so wahrgenommen an dir?

00:04:03: Ich glaube die allergrößte Erkenntnis ist wie wichtig Schlaf mir ist.

00:04:07: Ausreichend Schlaf!

00:04:09: Wie mein Körper sich erholen durch Schlaf holt und wenn der Qualitativ nicht so hochwertig ist, dann hat das einfach schon den Einfluss wie ich aufstehe.

00:04:19: Und dann in Sessionsdiege geben werden einfach auch reingehe.

00:04:29: gemeinsam mit anderen Menschen sein.

00:04:31: Auf jeden Fall auch schon einen Einfluss darauf hat an meiner Kapazität oder wie viel ich an Kapazitäten zur Verfügung habe, einfach das unter Menschen sein und dann on top sozusagen noch recht tiefgehende Sessions dass ich rausgegangen bin und einfach gemerkt habe, dass mein Nervensystem völlig überreizt ist danach sechs eineinhalb Stunden im Auto zu sitzen und für mich zu sein.

00:05:02: Und ich gemerkt habe, huu!

00:05:04: Ich komme langsam wieder runter.

00:05:06: Und diese jede einzelne Session die wir dort hatten war super hilfreich für mich.

00:05:13: Und gleichzeitig hab' ich am letzten Tag gemerkt... ...ich kann nicht mehr.

00:05:18: Und bin auch so rausgegangen, hab gedacht mein Abgang war wahrscheinlich spektakulär, weil ich sowas sagte wie ich muss hier weg?

00:05:27: Und ja, echt auch gemerkt habe wie mein Körper auf so autonome Reaktionsmuster zurückgreift weil er einfach völlig überlastet ist.

00:05:39: Ja und ich finde das so wichtig dass wir das teilen weil zum einen glaube ich dass du nicht der einzige Mensch auf der Welt bist dem das so geht nach so einem intensiven Ding drei oder vier Tage.

00:05:56: Zum anderen ist es, glaube ich so... dass es mich so angesprochen hat.

00:06:02: Das Thema weil ich auch immer wieder Räume halte die zum Beispiel drei Tage geben.

00:06:08: also meine Premium Begleitung geht drei Tage am Stück oder so ein Aufstellungswochenende geht zwischen zwei und drei Tagen.

00:06:19: Und ich denke, ich weiß schon, dass sich da auch den Menschen ein Stück weit was abverlangen.

00:06:26: Auf der anderen Seite liebe ich das natürlich auch.

00:06:30: dieses Mann taucht ein und muss nicht immer wieder rein raus, rein raus sowie wenn ich weiß jeden Montag, fünfzehn Uhr habe ich einen Beratungsgespräch dann soll um fünfzehn Uhr voll eintauchen und um sechzehn uhr soll ich wieder raus tauchen und dann nächste Woche wieder.

00:06:49: Also, ich schätze schon auch diese Räume über mehrere Tage und gleichzeitig habe ich so gedacht oh gut dass du deine Erfahrung teilst!

00:06:58: Dann können wir da ja noch mal dran lang denken was... Was es unseren Nervensystem vielleicht auch leichter machen könnte?

00:07:09: Ja Ich habe eine spannende Frage für mich oder zur Verfügung gestellt bekommen, nämlich was ich beim nächsten Mal anders machen würde und jetzt nicht aus Retreat-Veranstaltungssicht sondern als Teilnehmerin.

00:07:24: Und meine...ich bin gar nicht so richtig zu einer Antwort gekommen, als zu melden, ich glaube, ich würde gar nicht SO viel anders machen weil ich glaube selbst dieses zurückziehen Phasenweise nicht den Effekt gehabt hätte, dass sich mein Nervensystem wirklich so erholt hätte.

00:07:46: Und ich mich schon auch gefragt habe sind wir Menschen... also weiß nicht wie du darüber denkst würde mich interessieren!

00:07:53: Sind wir Menschen für solche Räume gemacht?

00:07:55: Ich meine weil wir gehen drei Tage.

00:08:01: Erst mal begegnen wir einer Gruppe mit Menschen, die wir überhaupt nicht kennen.

00:08:04: Das ist jetzt in der eins-zu-eins Begleitung nochmal was anderes und dann begegnern wir in jeder Session neuen Methoden, neuen Inputs, neuen Themen und es ist neu, neu, neu viel, viel, Viel.

00:08:17: Ich mich so frage das ist einfach auch schon viel Raum von Neuem und erstmal auch möglicherweise Gepart mit Unsicherheit unbekannten und ich merke, dass mir bekannt ist.

00:08:35: Also es ist so was wie ein... das war so mein Bild eine Balance zwischen bekannten oder unbekannten, dass das auf jeden Fall hilfreich sein könnte.

00:08:46: Ich war zum Beispiel nach dem Retreat total Happy, dass ich an dem Montag einfach einen Jugendhilfetermin hatte und wusste okay.

00:08:56: Ich muss zu der und der Adresse und das und das ist zu tun!

00:08:59: Das hat mir so viel Sicherheit gegeben weil ich wusste wie es der Ablauf was muss ich machen?

00:09:06: Dann konnte ich irgendwie die nächsten Tage Stück für Stück Anspannung abbauen und in solchen Räumen haben wir aber erstmal auch superviel neues, super viel Intensives erleben.

00:09:18: und ich mich gefragt habe sind wir dafür gemacht wie Menschen?

00:09:25: Ich glaube, dass die Konstitutionen von Menschen unterschiedlich sind und auch die Kapazitäten.

00:09:31: Und das wir schon auch solche Räume kennen.

00:09:34: Wenn du so sagst, irgendwie drei Tage in der Gruppe sein, dann erinnere ich mich an sowas wie Klassenfahrt oder... ...ich war auf solchen Jugendfreizeiten im Sommer oder so wo ich denke, ich glaube... Wir kennen das schon, aber den Aspekt, den ich jetzt gerade total spannend finde ist dieses Also ich kenne das von mir selber, dass wenn ich solche Räume halte.

00:10:02: Dass ich so die Idee habe von Das muss alles neu sein für die Leute weil sie haben dafür Geld bezahlt Die reisen extra an Dann musste es sozusagen richtig gut sein.

00:10:14: und Gut bedeutet dann wahrscheinlich Für mich sowas wie innovativ Sowas wir noch nie da gewesen.

00:10:21: also.

00:10:23: Und das, was du jetzt sagst, trägt mich an darüber nachzudenken ob diese alte goldene Formel von Arnold Retzern vielleicht doch ganz cool ist zu sagen wir brauchen ein Drittel Vertrautes.

00:10:39: Wir brauchen ein Drittel Neues und wir brauchen ein drittel Überraschendes oder Verstörendes, damit lebende Systeme überhaupt die Chance haben was umzubauen.

00:10:52: Denn wenn alles so bleibt wie es ist dann haben wir halt wenig Chancen auf Veränderungen.

00:10:58: Dann wird unser Mobilier nicht in Schwingung versetzt.

00:11:02: aber ein Drittel Vertrautes Vielleicht Auch echt wichtig, sich das noch mal reinzuholen.

00:11:10: Dass es gar nicht darum geht immer so den Wahnsinns-Aufriss zu machen oder so?

00:11:17: Ja, gehe ich sehr mit in Resonanz.

00:11:20: also ich habe genau dieses Bild vom so Pendeln von Neues und aber auch Bekanntes.

00:11:29: Das war eine Erkenntnis auf jeden Fall wie ich auch Räume gestalten möchte.

00:11:35: Auch intensive Räime.

00:11:38: Auch wenn es erstmal, das ist ja etwas was mich immer wieder begleitet lange Weile zu

00:11:43: üben.

00:11:45: Also auch weil mein Kopf mir erst mal sagen würde könnte... ...auch als Teilnehmerin von oder auch als gebende haltende Person Das ist doch total langweilig!

00:11:56: Das kennen die alle schon.

00:12:00: Kann das nützlich sein?

00:12:02: Ja, weil ich glaube dass letztendlich Aspekte neu sind, wie du auch sagst.

00:12:09: Zum Beispiel neue Menschen zum Beispiel eine andere Jahreszeit oder eine andere Temperatur im Raum oder ein Geruch.

00:12:19: also unser Nervensystem reagiert ja auch auf so Sachen wie Licht oder Stimmung oder whatever.

00:12:28: und dieses nochmal mitzunehmen Neue Menschen Alte Methoden ist auch schon neu.

00:12:39: Ja, ja!

00:12:42: Wir sind zusammengefasst voll.

00:12:45: Eine Sache die ich immer mal wieder höre von Teilnehmenden, die ich so treffen darf, dass so ein Satz gesagt wird wie Pausen sind wichtig und ich finde das Neben der Tür ist der Lichtschalter.

00:13:05: Das ist so gewöhnlich und gleichzeitig in diesem Austausch mit dir merke ich nochmal, dass sich diesen Satz gerne für mich auch eine neue Bedeutung geben möchte.

00:13:18: Dieses Pausen sind wichtig!

00:13:22: Ja... Und was ist denn eigentlich eine Pause?

00:13:26: Ist ne Pause, fünfzehn Minuten zur Toilette gehen.

00:13:30: Was trinken sich kurz ne Strickjacke anziehen oder dicke Socken und dann wiederkommen?

00:13:38: Oder ist ne Pause wirklich auch sowas wie abschalten runter kommen?

00:13:45: Sowas...was is so deine Idee zu

00:13:48: pausen?!

00:13:50: Also erst mal das passt.

00:13:52: zudem, ich glaube ich hätte nichts anders gemacht.

00:13:54: Ich fand den Ablauf passend also für mich gab es irgendwie auch Pausen dazwischen und gleichzeitig glaube ich dass das super individuell ist auch wie viel Pause jeder Mensch braucht!

00:14:09: Ich habe eine Session damit erleben durften.

00:14:12: da hab' ich danach gedacht okay jetzt bräuchte ich eine Woche nix anderes mehr um nur das zu integrieren.

00:14:19: Und dann ging es irgendwie weiter.

00:14:22: und genau ich wollte ja auch teilnehmen.

00:14:25: Aber ich glaube, dass das super individuell ist... ...und habe für mich aber auch noch mal mitgenommen Pause könnte auch bedeuten einen Tag gar kein Programm zu haben oder nur morgens oder nur abends und den Menschen Das war für mich auch nochmal ein Erkenntnis etwas zur Verfügung stellen, wenn sie wollen.

00:14:49: Klar war das da auch freiwillig aber ich habe für mich noch mal so ein Konzept mitgenommen von keinem Programmpunkt zu haben.

00:15:01: und die was wollen, die bekommen etwas und die nichts bekommen wollen, dürfen Pause machen weil der Pauseslot für Sie gerade länger dienlich ist.

00:15:11: ja.

00:15:12: Ja und ich glaube dass es Auch ein Punkt, den ich super spannend finde, den Ich für mich nochmal erforschen möchte.

00:15:20: Weil wenn ich sage wir machen Pause Dann mache ich ja auch Pause meistens.

00:15:30: Ich komme vielleicht nicht so schnell in die Pause, weil dann doch noch jemand was irgendwie möchte oder ich noch irgendwas aufräume.

00:15:38: Ich komm aus der Pause ein bisschen früher zurück um wieder Präsenz zu sein und alles vorbereitet zu haben.

00:15:46: aber ich könnte mir vorstellen dass ein Konzept für uns Raumhaltende auch sein kann.

00:15:54: Es gibt diese Pause, wo ich als raumhaltende Person Pause mache und es gibt diesen Raum, wo in der Pause auch etwas anleite.

00:16:05: Vielleicht muss das nicht ich sein?

00:16:07: Vielleicht kann es auch jemand anderes sein?

00:16:08: Ich liebe ja auch so ein Community-Gedanken von vielleicht ist da jemand, der das macht.

00:16:14: aber ich habe das auch schon häufiger erlebt dass wenn in der Pause dann jemand sagt wollen wir mal drei Lieder schütteln oder wollen wir ein bisschen Summen?

00:16:26: Oder wollen wir mal ein bisschen Yin-Yoga machen, das eigentlich super wertvoll ist so was wie eine aktive Pause zu gestalten.

00:16:44: Und gleichzeitig finde ich es als teilnehmende Person auch schwierig von mich da abzugrenzen, also das habe ich auch noch mal gemerkt bei den Angeboten.

00:16:59: Nicht zu sagen... Also, da kamen schon noch Gedanken von naja, ich hab jetzt dafür bezahlt!

00:17:05: Ich will nichts verpassen, dass ist meine Möglichkeit hier irgendwie Themen anzugucken, denen zu begegnen und so.

00:17:13: Das ist ja gar nicht so einfach wenn ich auf beiden Seiten ausgesprochen bin und dieses Angebot nehme ich jetzt nicht an.

00:17:22: Ja, ich glaube dass wir alle da auch nochmal auf so eine Selbsterfahrungsreise gehen dürfen was eigentlich dieses verpassen ist.

00:17:35: Weil ich das Gefühl habe total in uns verankert ist, sage ich jetzt mal.

00:17:42: Ich bin ja auch häufig in Weiterbildungsformaten unterwegs wo ich immer sage, ich habe viel mehr vorbereitet mitgebracht und ich hab viel mehr Folien in meiner Präsentation als ich zeigen kann dass ich so sage, du kannst jetzt in eine Kleingruppe gehen.

00:18:01: Du kannst meinen Vortrag lauschen.

00:18:03: Du kannst ein Buch lesen oder ne Podcastfolge hören und die Menschen dann sagen Ja aber dann verpasse ich ja das andere!

00:18:11: Und ich denke, wenn nichts mehr reingeht, geht ja eh nichts mehr rein.

00:18:18: Aber dieses was ist das für den Gefühl von Verpassen?

00:18:27: Ich kenne das auf jeden Fall.

00:18:29: Und darf mich immer wieder daran erinnern, was tut mir jetzt gut?

00:18:33: Ich erinnere mich an ein Abend, dass wir zusammen gesungen haben und ich gemerkt habe, wow!

00:18:37: Das tut mir total gut!

00:18:39: Gleichzeitig war eine Müdigkeit da.

00:18:41: Es ist so etwas wie manchmal auch Bedürfnisse, die gegeneinander crashen... ...und ich immer wieder reinschöne darf.

00:18:51: Was ist es denn eigentlich?

00:18:54: Was mir gut tut.

00:18:55: Ja, voll!

00:18:57: Welchen Unterschied hättest du für dich gemacht?

00:18:59: Wenn die raumhaltende Person da immer mal wieder nachgefragt hätte zu sagen was wäre jetzt für dich dientlich?

00:19:08: wie lange möchtest du Pause?

00:19:11: Wie passend ist das Singengrad für Dich?

00:19:14: Wie nützlich wäre jetzt einfach irgendwo zu liegen in Stille?

00:19:20: also was hättetst Du davon gehalten?

00:19:24: Ich glaube, diese Angebote gab es.

00:19:28: Und ich habe

00:19:29: auch

00:19:29: wahrgenommen und gleichzeitig war sozusagen auch das andere Bedürfnis davon dabei sein zu wollen und ich immer wieder die Entscheidung auch dafür getroffen habe – ich bin am Start!

00:19:43: Ja voll

00:19:45: Wir sind ja auch irgendwie soziale Wesen und wollen dann ja auch Teil der Gruppe sein und dazugehören.

00:19:51: und so Geht es ja vielleicht auch darum zu sagen, wie können wir das hinbekommen auf der einen Seite des Bedürfnis nach Beziehung und Zugehörigkeit zu füttern.

00:20:05: Und auf der anderen Seite des bedürfenes unseres Körpers nach Ruhe, nach Stille, nach Entspannung so vielleicht dürfen wir das noch mehr lernen?

00:20:21: Ja Also ich auf jeden Fall, das habe ich gemerkt.

00:20:29: Ich merke einfach auch je mehr ich mich mit meinem Körper auseinandersetze.

00:20:34: also meine Ausbilderin hat immer gesagt sich mit dem Thema nicht auseinanderzusetzen oder in den Bodyment einzusteigen ist auf jeden fall hat auch Vorteile.

00:20:44: Also, sich nicht so intensiv zu spüren und ich merke... Ich habe mich jetzt auf diese Reise begeben.

00:20:50: Aber dass ich einfach auch dann intensiver spüre und wahrnehme, wenn ich je tiefer ich da rein tauche.

00:20:59: Ja!

00:21:00: Das höre ich tatsächlich auch häufiger mal von Kunden und Kundinnen, die sowas sagen.

00:21:05: wie früher konnte ich einfach anders durchziehen.

00:21:08: Da konnte ich ja einfach länger mitmachen und habe gar nicht gemerkt dass mein Körper Bedürfnisse hat das ich in der Spannung abdrifte und so und jetzt... Mann!

00:21:21: Jetzt kriege ich das alles mit?

00:21:23: Ja voll.

00:21:24: Und glaube als raumhaltende Person sind es genau Auf der anderen Seite sozusagen auch diese Fragen, von wo gebe ich Impulse und wo lasse ich es einfach auch mal sein?

00:21:35: Weil selbst wenn ich Impulse gebe ist das wieder die Möglichkeit des Gegenübers von da was zu nehmen.

00:21:43: Ja

00:21:44: ja.

00:21:44: Absolut!

00:21:45: Und verstehe aber auch den Gedanken, denen du reingebracht hast von ... Das kenne ich auch von... Ich hab doch aber das noch und ich habe doch das noch.

00:21:53: Deswegen sage ich mag ich das auch, wenn du sowas sagst wie ich Mein Buffet, ich glaube so sagst du es immer.

00:22:02: So das steht da.

00:22:04: aber wir können uns auch voll unberührt lassen oder wir essen nur den Nachtisch.

00:22:16: Ich glaube weil ich häufig die Erfahrung gemacht habe bei so einem echten Buffet wenn ich alles esse dass es mir hinterher mies geht dass ich mich total voll fühle, dass ich irgendwie keine Lust mehr habe, mich zu bewegen und das ja einfach mein ganzer Verdauungstrakt irgendwie rebelliert.

00:22:37: Habe ich so für mich die goldenen Regeln sowas wie auch wenn alles for free ist.

00:22:43: in diesem Rahmen des Buffets Esse ich nur das, worauf ich jetzt gerade Lust habe.

00:22:50: Und es kann auch sein dass sich vielleicht so was wie einen Salat esse von fünfzehn aber dafür eine angemessene Portion und nicht nur ein Löffel sondern so Ich bleib heute bei diesem Salat Und ich sage das auch meinen Teilnehmenden häufiger, dass ich sage jeder von euch wird hier in ein anderes Retreat machen.

00:23:13: Jeder würde eine andere Weiterbildung machen und einen anderen Workshop machen weil ja so wie jeder nimmt sich was anderes vom Büffet.

00:23:25: Ich habe von dir einen Satz im Ohr, den ich sehr gerne mag.

00:23:32: Den hast du auch mal bei einem Event was wir beide gemacht haben reingegeben nämlich den Kapplehren.

00:23:41: Also dass wir quasi wieder Kapazität haben für was Neues, für Selbsterfahrung, für Kontakt wenn wir den Kapp lehren.

00:23:54: Jetzt bist du große Meisterin darin und gleichzeitig ist es für dich an der Stelle schwierig so wie passt das in deiner Welt zusammen?

00:24:05: Ja Also ich glaube wirklich, dass mein Cup einfach schon nicht bin.

00:24:10: Wenn man es bildlich nimmt war nach der Nacht meinen Gefäß immer noch halb voll weil ich echt schlecht geschlafen habe.

00:24:20: und mit dem

00:24:22: schlafen lehren wir unser Gefeß und bauen irgendwie wieder Kapazität auf Und dann bin ich schon mal mit so einem halb gefüllten Glas irgendwie so reingegangen Und dann sind ja einfach unterschiedliche Themen auch aufgetaucht, die natürlich auch auf körperlicher Ebene so gewirkt

00:24:44: haben

00:24:45: und ich glaube da hat sich einfach eine Spannung aufgebaut.

00:24:51: Das merke ich auch sonst im Alltag dass ich wenn sich Spannungen aufbaut langsam dann baut sie sich langsam irgendwie wieder ab.

00:25:01: Die hat sich einfach so aufgebaut, aufgebaut in den Tagen.

00:25:05: Dass ich sozusagen gar nicht in ein langsames Abbau gekommen bin.

00:25:10: Das heißt... Also das habe ich jetzt auch noch mal gemerkt danach Auch die Erkenntnis von Wir können also es nützt dann nichts mein Gefäß zu lernen indem ich mich einmal schüttle oder mir ein Schüttesong ausmache.

00:25:27: Das reicht dann an der Stelle irgendwie auch einfach nicht aus, sondern es braucht was anderes.

00:25:32: und ich glaube das hatte ich auch in diesem Vortrag gesagt dass wir erst mal erholt sein müssen um überhaupt wieder in Entspannung zu kommen.

00:25:41: Das heißt mich hinzulegen und eine Meditation zu machen war für mich irgendwie auch nicht so richtig möglich weil mein System irgendwie ja so angeknipst war.

00:25:53: wirklich, das habe ich die Tage danach gemerkt, dass stückweise abbauen gewesen.

00:25:59: Das heißt, ich konnte erst mal in so einen Termin einer Jugendhilfe machen und musste okay, das ist zu tun.

00:26:05: Dann bin ich spazieren gegangen oder dann bin ich abends nochmal spazierengegangen.

00:26:08: Ich war viel in der Natur Und es war gar nicht unbedingt dieses so in absolute Stille und Ruhe mit mir gehen sondern wirklich ein

00:26:17: ganz

00:26:18: Schritt für Schritt Stück für Stück langsames abbauen der Anspannung, die sich da aufgebaut hat.

00:26:26: Ich glaube du machst ja auch eine besondere Unterscheidung zwischen Entspannungen und Erholung oder?

00:26:33: Ja also Erholing ist sozusagen ein passiver Prozess den wir erstmal nicht beeinflussen sondern so was wie der passiert automatisch wenn wir schlafen oder wenn wir krank sind dann legen wir uns ins Bett und unser Körper reguliert sich automatisch um wieder in einen Gleichgewicht zu kommen.

00:26:54: Und Entspannung ist eher etwas Aktives von.

00:26:58: ich nehme mir den Raum und irgendwie in die Entspanung zu gehen, indem ich eine Meditation mache zum Beispiel.

00:27:07: Wir können sozusagen... Ich weiß nicht ob du das kennst?

00:27:10: Ich kenne das ziemlich gut dass wenn ich meinen Cup sehr, sehr gefüllt ist und ich abends sozusagen eine Meditation machen möchte.

00:27:19: Dann fehlt für mich sozusagen diese Brücke von wirklich in die Entspannung zu kommen weil für mich erstmal Erholung dran ist und Ich sehe das auch in den Klangräumen dass Menschen nach zwei Minuten nach einer Minute einschlafen Und die springen.

00:27:32: sozusagen zack direkt in diesen Status von Erholungen Weil der Körper das in dem Moment braucht um überhaupt erst mal das Gefäß zu leeren.

00:27:43: und mit einem leeren Gefä...mit einem leerenden Gefäße ist überhaupt erstmal Entspannung möglich.

00:27:50: Das habe ich auch noch gemerkt, ja!

00:27:53: Das finde ich total spannend dass du das sagst weil ich glaube dass ich das tatsächlich so für mich irgendwie eingerichtet habe, ohne das zu merken.

00:28:04: Weil ich mache es neuerdings so, dass wenn ich von so einem Aufstellungstag komme wo ich so denke wow!

00:28:11: Das war ganz viel Raum halten, das war viel scannen, das Feld lesen und intervenieren und das Tempo anpassen

00:28:22: usw.,

00:28:23: dass ich häufig eine Idee hatte Okay, ich fahre jetzt nach Hause.

00:28:31: Ich mache mir was zu essen.

00:28:33: Ich spreche noch mal mit anderen darüber.

00:28:36: Ich schreibe mir ein paar Dinge auf die so wichtig sind dass ich sie Podcast teilen möchte oder in meiner Weiterbildung und so.

00:28:43: Und ich habe das verändert!

00:28:51: quasi nach Hause komme oder ins Hotelzimmer, je nachdem wo ich bin und mich hinlege und schlafe.

00:28:58: Und dann wache ich nach einer Stunde oder so nach einer stunde fünfzehn, mache ich auf und dann mache ich das alles

00:29:06: Ja.

00:29:07: Und ich habe immer gedacht, früher wenn ich mich jetzt hinlege keine Ahnung ich sag mal sowas wie um achtzehn Uhr dann kann ich ja nicht bis zum nächsten Morgen schlafen weil ich muss sie auch noch essen und so weiter und ich hab mir das nicht erlaubt.

00:29:21: Und jetzt auch, ich hatte ja gerade eine sehr lange Reise hinter mir und dann bin ich nach Hause gekommen.

00:29:30: Habe mich hingelegt, habe eine Stunde gepennt und hab dann mein Koffer aufgemacht mit was zu essen.

00:29:36: macht dies das jenes wo ich so denke?

00:29:38: es scheint irgendwie so da zu sein ohne dass sich das geplant haben das neuer Ding so zu machen.

00:29:50: spannend

00:29:53: Wenn wir den Körper machen lassen und nicht die Idee haben, ich kann mich erst hinlegen wenn ich alles erledigt habe.

00:30:06: Alle Aufgaben gemacht hab, den Koffer ausgeräumt habe und angesprochen habe.

00:30:12: Ja weil dieser Zeitraum ... Ich kann doch jetzt noch nicht ins Bett gehen!

00:30:22: Das ist unser Kopf, Mann.

00:30:25: Ich kann von achtzehn bis neunzehntin Uhr schlafen und dann kann ich alles andere machen!

00:30:37: Wie lehrst du das?

00:30:39: Gibt es Menschen weiter, dass wir das schaffen weniger auf unseren Kopf zu hören und mehr auf unserem Körper?

00:30:51: Also auf jeden Fall, indem ich dazu einlade immer wieder wahrzunehmen was ist im Körper gerade da.

00:30:57: Ich glaube bei vielen Menschen ja auch erst mal oder es könnte sein dass da wenig Zugang zum Körper da ist überhaupt erstmal wahrzunähen.

00:31:07: was ist gerade da das Dasein zu lassen sich die Erlaubnis zu geben weil auch da scheidet sicher häufig der Kopf ein von...ich bemüde Ich bin in einem Meeting, ich darf nicht müde sein.

00:31:21: Also reist dich zusammen!

00:31:24: Musst doch so und zu

00:31:25: sein.".

00:31:25: Und dann ist es sofort wieder der Kopf.

00:31:28: das heißt auch die Einladung die ich immer wieder ausspreche Dinge da sein zu lassen um die Dinge zu tun mit dem was gerade da ist und nicht direkt in die Veränderungen zu gehen.

00:31:39: klar müssen wir in manchen Kontexten Dinge anpassen damit wir vielleicht funktionieren.

00:31:46: aber Ja, da hat auch meine Ausbilderin ja den Satz von ein Prozent Dinge dalassen.

00:31:54: Wenn ich es ein Prozent mal dasein lasse... Das ist auf jeden Fall eine Regel die ich mir fast noch nicht tätowiert habe.

00:32:03: aber wenn ich ein Tattoo hätte dann wäre es ein Prozent.

00:32:07: Ein Einprozent-Tattoo.

00:32:12: Dazu einladen und ich glaube mit dem Angebot, was ich so zur Verfügung stelle und auch mit dem Sein.

00:32:27: Also ja das ist für mich immer wieder im Körper lande und dass so zur verfügungsstelle das im Körper sein.

00:32:36: Ja!

00:32:37: Und ich glaube ganz ehrlich, dass an der Stelle auch eine Vorbildfunktion oder sowas von... Ich mache das auch echt relevant ist.

00:32:46: Also es gibt ja viele Dinge, wo wir für Erwachsene kein Vorbild sein müssen weil die Menschen können das dann selber entscheiden und haben da schon andere Vorbilder.

00:32:57: aber an der Stelle so dieses ich merke das auch bei Aufstellungstagen zum Beispiel dass ich mich dann auf dem Boden lege Und das andere, mich dann fragen so was machst du?

00:33:12: Oder ist alles okay?

00:33:13: und ich so ja es ist alles bestens.

00:33:17: Damit das so bleibt lieg' ich hier kurz!

00:33:19: Und dass dann Menschen so mehr ein.

00:33:22: Ah cool, das könnte ich auch machen Ich könnte mich mal dazu legen und dass es dann wie gewöhnlich wird Dass der Körper seinen Raum bekommen darf

00:33:34: Ja

00:33:35: voll.

00:33:36: Das merke ich, wenn ich in Beratungsgesprächen spazieren gehe auch so dieses also das Tempo oder so.

00:33:43: ne?

00:33:44: Wenn ich Tempo rausnehme und dann die Frage kommt warum gehen wir jetzt langsamer und sage ich, ich merke wie du es gerade gut einfach langsame zu gehen was ist denn dein Tempo grade?

00:33:55: und also schon landen wir im Körper

00:33:58: ja absolut

00:33:59: genau.

00:34:01: Ich habe in einer meiner letzten Sessions erlebt, dass ich meine Kunden im eins zu eins Beratungsgespräch so gefragt habe.

00:34:11: So was merkst du bei dir?

00:34:13: Was meldet dein Körper?

00:34:15: Das haben wir schon mal in einer anderen Podcastfolge besprochen und das dann sofort Tränen da waren!

00:34:23: Und das erlebe ich nicht selten, dass Menschen dann auch davon so berührt sind oder so mehr.

00:34:31: Krass!

00:34:31: Ich habe es so lange festgehalten, ich hab jetzt so lange funktioniert und jetzt fragt mich gerade jemand wie sich in meinem Körper anfühlt.

00:34:43: und ja... diese Tränen, die sich dann zeigen nicht für alle Menschen super angenehm sind.

00:34:53: Sondern das ist ja auch etwas was wir vielleicht gerne verstecken wo wir so das Gefühl haben oh nein wieso muss ich denn jetzt heulen?

00:35:02: und ich denke ich glaube dass wir uns manchmal auch vor diesen Tränern schützen indem wir nicht mitbekommen was mit uns los ist.

00:35:11: und gleichzeitig finde ich es halt so wertvoll

00:35:16: Da bin ich aus mir herausgesprochen sehr dankbar, dass ich da wenig Barrieren in mir spüre.

00:35:25: Also wenn du sagst genau Tränen dann... Gart es auch in den vier Tagen?

00:35:34: Dass ich auch vor Rührung.

00:35:36: also das war einfach vor Berührt sein So ein schöner Moment, sich halten zu lassen und da auch irgendwie Tränen kam.

00:35:48: Und ich so dachte ja krass!

00:35:50: Und sich dann die Erlaubnis zu geben, dass das da sein zu lassen mit dem Kopfschmerz der danach ist.

00:35:57: Aber du zeigst dich einfach auf einer anderen Ebene.

00:36:05: Ja.

00:36:08: Würdest Du sagen, dass wir eigentlich über das Thema Prioritäten setzen, sprechen.

00:36:17: Wie meinst du das?

00:36:19: Dass wir ja so eingestiegen sind von wenn wir Räume über mehrere Tage halten dann ist es gut auch sensibel zu bleiben für das Pensum, für das Tempo, wie viel packen wir da so rein nicht so denke.

00:36:38: Vielleicht geht es ja aber auch um das Priorisieren von, ist der Körper das Instrument oder die Maßeinheit, die entscheidet?

00:36:52: Oder ist es die Zugehörigkeit zu der Gruppe oder dieses?

00:36:55: Ich hab dafür Geld bezahlt und ich will hier alles haben was ich kriegen kann.

00:37:00: Vielleicht ist es gar nicht ein Thema von Raumhalten sondern vielleicht ist es ein Thema Prioritäten setzen.

00:37:10: Und wie setzt du diese Prioritäten?

00:37:14: Ja, gute Frage!

00:37:17: Weil mir dieser Gedanke gerade erst kommt dass ich so denke vielleicht geht es gar nicht so sehr darum jetzt in meiner Rolle die Menschen anzuleiten wie sie sich regulieren können wie Sie gut auf sich achten sondern vielleicht darf ich sie ja empowern klare Entscheidungen zu treffen für oder gegen etwas.

00:37:46: Es ist

00:37:46: für mich gerade so ein neuer Blickwinkel auf das Thema, es könnte ja sein dass wenn du zu deinem Retreat fährst und du hast die Priorität ich möchte mich selber erfahren Ich möchte neue Erkenntnisse haben, ich möchte mich spüren.

00:38:09: Ich möchte meine blinden Flecken erkennen!

00:38:11: Ich möchte Blockaden lösen... ...ich möchte bei den Dingen bleiben können die ich entschieden habe ohne wieder einen Rückzieher zu machen weil es vielleicht leichter ist für den Moment Wenn das deine PIO eins ist dann wäre ja quasi dieses Du kommst total kao nach Hause und dein Nervensystem ist in super Aufruhr.

00:38:41: Eigentlich ist das dann der Preis, und dass es dann so.

00:38:45: Wenn du sagst ich fahre vier Tage auf einen Retreat um dort zur Ruhe zu kommen bei mir zu landen mich erholt zu fühlen mal abzuschalten vom Alltag dann wäre das, was du erlebt hast quasi nicht das passende für diese Priorität.

00:39:09: Ja könnte sein und gleichzeitig... Also mein Wort war gerade Intention.

00:39:14: also welche Intention setze ich für mich?

00:39:18: Und gleichzeitig frage ich mich wenn in wie weit wird es beeinflussen können.

00:39:25: Weil ich hab so ein Bild gemalt, das war auch witzig weil zu meiner Intention für diese vier Tage und nach den vier Tagen habe ich das angeguckt und dachte mir so also Theresa was habe ich denn hier gemalt?

00:39:39: Was ist das?

00:39:40: Hä?

00:39:43: Und es haben sich ganz andere Dinge gezeigt auf einer ganz anderen Ebene und ich glaube... Also auch da der Körper kennt den Weg oder gibt dir schon ja auch die Möglichkeit von, was will da gesehen werden vielleicht in diesem Raum und ich war sehr offen.

00:40:03: Und ich glaube auch weil ich mich in diesemraum gehalten gefühlt habe und auch mich öffnen wollte und die Idee habe von hier kann nicht tief gehen, hier fühle ich mich wohl es war einfach super anstrengend.

00:40:16: Ich kenne auch andere Räume wo ich mehr an der Oberfläche geblieben bin weniger auch eingeladen wurde, vielleicht so in die Tiefe zu gehen.

00:40:24: Also ich bin schon... Ich spüre wirklich eine tiefe Dankbarkeit für diesen Raum aber es war einfach echt heftig für meinen Körper und habe mich gefragt wie weit wir das

00:40:39: wirklich so

00:40:42: beeinflussen können was letztendlich passiert?

00:40:45: Na ja, Gregory Batesen würde sagen fünfzig-fünfzig.

00:40:50: Also wenn ich mal meinen alten geliebten Regelkreis raushole dann hast du natürlich die Verantwortung für deine fünfzig Prozent und die Person, die dir ein Angebot macht zur Selbsterfahrung oder zur Begegnung oder so.

00:41:08: Die hat ihre fünfzig prozent Und das ist ja finde ich im systemischen Denken, das Wichtige dann nicht zu sagen ja weil die Kursleiterin da so viel.

00:41:24: Deshalb geht es mir jetzt so oder weil mein Nervensystem nicht reguliert genug war.

00:41:33: deshalb habe ich so wenig mitnehmen können dass das ist eine lineare Kausalität sehr strikt ablehne wie du weißt.

00:41:45: Ja, ich glaube auch es ist ein Sowohl als auch und das hat mich ja auch nochmal hinschauen lassen von sowohl als Teilnehmerin die Perspektive als auch als raumhaltende Person.

00:41:59: Wie will ich das eigentlich gestalten?

00:42:01: Wie will Ich Räume öffnen Wenn ich jetzt, ich bin im November eine Woche mit Menschen in der Wüste unterwegs.

00:42:09: Ich meine da ist eine Woche jeden Tag ein neues Panorama vor uns natürlich ähnlich aber wir sind irgendwie jeden tag an einem anderen Ort das... Da ist sein Gefäß einfach auch schon ein bisschen gefüllt durch wie du gesagt hast einfach auch durch die Umgebung ja.

00:42:27: Ja!

00:42:28: Ich merke dass mir das Thema auch ein bisschen Angst macht.

00:42:33: Also weil ich so denke, ich bin gerade dabei meine sieben Sachen zu packen für die drei Aufstellungstage in Hamburg und denken wir so oh mein Gott.

00:42:46: Und dann wollen wir da jeden Tag aufstellen und die Menschen kommen dann am Freitag aus der ganzen Republik angereist und landen dann in Hamburg vielleicht in einem Hotel, in einem Airbnb wo auch immer bei Freundinnen ziemlich mies schlafen.

00:43:09: Am nächsten Morgen geht es dann direkt mit Aufstellung weiter und so... Und ich so denke ja wir haben das jetzt so ausgeschrieben und wir werden diese Aufstellungen auch machen!

00:43:23: Und gleichzeitig merke ich aber dass ich so wie echt ein bisschen Schiss habe dass das, was wir uns da ausgedacht haben vielleicht ein bisschen viel sein könnte.

00:43:34: Ja ich glaube das ist... Ich bin jetzt mit Debbie Tweet Veranstalterin auch in den Gespräch gegangen im Austausch.

00:43:43: Ich glaube das Austauscht total wertvoll!

00:43:45: Ich merke es in meinen Räumen wenn ich Räume gebe auch, dass mir Feedback total hilfreich ist Und vor allem das Feedback, was nicht nur ist.

00:43:56: Ich fand

00:43:56: es richtig schön!

00:43:58: Sondern wirklich auch auf der Ebene von

00:44:02: wie

00:44:04: sinnvoll waren die Angebote an welcher Stelle gesetzt?

00:44:09: Was hast du im Körper gemerkt in Bezug auf das Angebot?

00:44:16: Anzahl Vielfalt Wie bist du rausgegangen dass das für mich total hilfreich ist.

00:44:25: Und ich merk's auch selber als gebende Person in unterschiedlichen Räumen, ich hab letztes Jahr ein viertägiges Retreat gegeben und da bin ich echt auch entspannt rausgegangen weil der Raum auch wirklich entspannend war und gleichzeitig gab es viel mitzunehmen, viel irgendwie zu erleben.

00:44:50: Und das war eine ganz verbindende Zeit und ich aber auch schon zwei Tagesgeschichten hatte, wo ich als gebende Person rausgegangen bin und ausgedachte, ich bin durch!

00:45:02: Da ist mein eigener Körper und dem wie ich daraus gehe in ein guter Marker für mich von dürfen Dinge angepasst werden oder was möglicherweise ganz passend?

00:45:14: Was nicht bedeutet, dass wenn es für mich passend ist.

00:45:17: Dass es für andere auch passend sind deswegen Feedback einholen

00:45:22: Ja und ich kenne auch so einen Satz der heißt Menschen oder insbesondere Frauen sind zyklische Wesen Und ich glaube das manchmal sind wir auch in einem Energie high und dann ist alles easy-peasy.

00:45:40: Und es gibt vielleicht auch Momente, wo uns ein Stück weit auch Energie fehlt oder wo sich der Cup eben nicht so leicht leeren lässt wie wir das vielleicht könnten unter anderen Umständen.

00:45:55: Ich denke so einen Ich sage jetzt mal Winter Retreat.

00:46:02: Ist für mich zum Beispiel auch von der Qualität ein anderes als ein Sommerretreat, also so dieses Draußen sein.

00:46:11: es ist lange hell man sitzt vielleicht noch zusammen bis es dunkel wird und redet und redelt jetzt in einem Sommerretreet.

00:46:20: und ich habe das Gefühl und im Winterretreat da ist es glaube Ja, es auch ein Stück weit langsamer geht und man sagt okay wir zünden erstmal das Feuer an damit der Raum warm ist.

00:46:36: Also auch wenn's nur metaphorisch ist und dass wir da ja auch in einer ganz anderen Langsamkeit unterwegs sein dürfen und vielleicht das auch noch mal mitzudenken.

00:46:51: Ja voll!

00:46:57: Ja, Theresa.

00:46:58: Wenn du mal so für dich reinspürst und auch nochmal deinen Körper mitnimmst wenn du magst und vielleicht eine Vorstellung hattest von was dir heute wichtig ist und was jetzt hier gesagt worden ist oder transportiert worden ist... Was würdest du dann gerne noch dalassen?

00:47:23: Auf jeden Fall, dass ich gerne mal wieder zu einer Aufstellung von dir kommen möchte.

00:47:28: Ich meine das ist jetzt auch schon ganz schön lange her!

00:47:32: Merke ich gerade eine große Lust.

00:47:34: Siehst du?

00:47:34: Dachte, genau das und ja danke für unseren Austausch vorab und dass Du gesagt hast hier... Genau, irgendwie was draus.

00:47:46: Also sich nochmal auf anderer Ebene drüber auszutauschen weil das was mich bewegt genau darüber einen Austausch zu gehen noch mal neue Perspektiven irgendwie auch in den Blick zu nehmen bin ich großer Fan.

00:48:01: von daher danke

00:48:05: ja Danke dir Ja, ich merke bei mir dass ich so glaube ich gerne nochmal das Wort Integration reingeben möchte.

00:48:16: Du hast es gesagt und ich denke, ich möchte es noch mal doppelt und dreifach unterstreichen weil es gibt so Menschen, die sagen und ich halte selber nicht so viel von Formeln.

00:48:31: Aber wenn du auf einem dreitages Retreat warst dann brauchst du eigentlich die doppelte Zeit also sechs Tage um das was du da erlebt hast zu integrieren.

00:48:44: Und ob jetzt genau diese Formel für mich passend ist Das weiß ich nicht.

00:48:50: aber Ich glaube, dass ich das sehr schnell wegwische und dann so denke ja.

00:48:56: Und dann am Montag geht es wieder weiter.

00:49:00: und aber auch merke, dass wenn ich mir wirklich Zeit nehme Pause zu machen auch nicht durch Termine zu hetzen sondern vielleicht auch einen Tag nur für mich zu haben wie du sagst spazieren zu gehen oder vielleicht auch einfach aus dem Fenster gucken dass ich das als sehr, sehr wertvoll erlebe und ich für mich so mitnehme.

00:49:25: Ich möchte den Menschen, mit denen ich zu tun habe noch mal mehr erzählen.

00:49:33: Dass es nicht nur um den neuesten Stoff geht und die coolsten Inhalte, liebe ich alles aber es darf auch um Integration gehen.

00:49:52: Gleichzeitig sich da zu fragen, von wie sieht Integration für mich aus?

00:49:57: Weil ich glaube auch das kann für jeden Menschen anders aussehen.

00:50:03: Und sich zu fragen – Wie geht eigentlich mein Integrieren?

00:50:06: Womit fühle ich mich wohl?

00:50:10: Kleiner Einblick in meine Integration nur für die Menschen, die jetzt noch dran geblieben sind an unserem Podcast Gespräch!

00:50:20: guckt tatsächlich nach solchen krassen Dingern, sage ich jetzt mal.

00:50:27: Manchmal ganz stumpf Fernsehen oder Serien oder so weil ganz bewusst nicht alles fühlen möchte, was ich fühlen könnte.

00:50:39: Ich so denke da ist dann so viel in mir wach geworden.

00:50:43: Da sind so viele Fäden die ich aufnehmen könnte.

00:50:47: Das sind soviele Erkenntnisse.

00:50:49: dafür machen wir das ja auch und gleichzeitig weiß ich dass ich das ganz bewusst zur Seite schiebe und mich berieseln lasse um nicht alles zu fühlen.

00:51:02: Ja voll!

00:51:03: Das habe ich auch gemerkt.

00:51:04: Also das war für mich auch so dieses, okay jetzt hab' ich hier einfach einen Jugendhilfetag und dann geh' ich wieder ein bisschen rein, dann gehe ich aber auch wieder raus!

00:51:13: Dann gehe ich wieder rein, da geht es wieder raus, dieses Pendeln dazwischen.

00:51:20: Und das sieht für jeden anders aus...

00:51:26: Ja, also ich freue mich wenn wir uns bei einem Aufstellungstag sehen wo und wie auch immer.

00:51:33: Und dass wir beide sowieso die ganze Zeit über diesen Podcast verbunden sind!

00:51:39: Ich danke dir für das Gespräch.

00:51:41: Danke dir Jessica.

00:51:44: Ja das war's mit der Folge.

00:51:46: was nimmst du für dich aus dieser Folge mit?

00:51:51: auf

00:51:52: Feel-in and Flow, für drei Aufstellungstage von Jessica hinweisen.

00:52:00: In diesen drei Tagen findet Ausstellungsarbeit Praxis und Supervision statt – also ein intensiver Praxis- und Supervisionsraum für Menschen die Aufstellungen bereits leiten oder auch ihre eigene Art der Aufstellungsleitung weiterentwickeln möchten.

00:52:15: Und du kannst am XXIII.

00:52:18: bis XXV.

00:52:18: in Präsenz, in Hamburg dabei sein als stellvertretende Person selbst ein Thema aufstellen und diese drei Tage intensiv für dich nutzen mit dem was für dich dienlich ist.

00:52:34: Vielleicht gibt es eine Beziehung in deinem Leben die dich immer wieder beschäftigt wo du mal hingucken magst oder eben als stell vertretender Person dass du da dabei bist.

00:52:46: Jessica leitet dieses Event zusammen mit Anne und mit diesen beiden wunderbaren Frauen bekommst du maximale Kompetenzexpertise.

00:52:56: Und ein ganz wertvoller Raum zur Verfügung gestellt, in dieses Thema einzutauchen!

00:53:05: Du findest alle Infos dazu in den Show Notes.

00:53:09: Wenn du Fragen oder Anmerkungen hast, dann schreib uns gerne eine Mail an erdbefrösche und teppichepfel.atweb.de Oder auf Instagram.

00:53:18: da findest Du zu der aktuellen Podcastfolge einen Instagram-Post.

00:53:23: Was nimmst Du für Dich aus dieser Folge mit?

00:53:26: Check unbedingt die Show Notes zu dieser podcastfolge aus Und in zwei Wochen geht es dann mit einer neuen folge weiter.

00:53:35: Wir freuen uns wenn Du dann wieder rein hörst.

00:53:37: bis dahin Join the next level.

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